Franzosen kaufen in Spanien zu
Alstom steigt ins Windenergie-Geschäft ein

Nach dem Atomkonzern Areva steigt mit der Alstom-Gruppe ein weiteres französisches Großunternehmen in das dynamisch wachsende Windenergie-Geschäft ein. Das Pariser Unternehmen gab am gestrigen Dienstag die Übernahme des spanischen Windkraftanlagenbauers Ecotecnia zum Preis von 350 Mill. Euro bekannt.

mjh / AFP PARIS. Alstom wolle sich damit im Bereich der erneuerbaren Energien stärken, teilte der Konzern mit. Alstom ist nach eigenen Angaben schon jetzt weltgrößter Ausrüster von Wasserkraftwerken.

Der weltgrößte Hersteller von Kernkraftwerken Areva hatte jüngst versucht, den deutschen Windrad-Hersteller Repower komplett zu übernehmen. Das vom französischen Staat kontrollierte Unternehmen, seit 2005 mit 30 Prozent an Repower beteiligt, unterlag dann aber in einem Bietergefecht der indischen Suzlon-Gruppe. Die Inder, weltweit die Nummer fünf in der Windkraftbranche, vereinbarten aber eine Kooperation mit den Franzosen, durch die Areva bevorzugter Partner beim Anschluss von Windkraftanlagen an das Stromnetz wird.

Das Übernahmeangebot Suzlons bewertet Repower mit 1,3 Mrd. Euro. Das Hamburger Unternehmen setzte im vergangenen Jahr 462 Mill. Euro um. Repower gilt in der Entwicklung von besonders leistungsfähigen Windrädern für den Einsatz im offenen Meer als international führend. Das stärkste Windrad hat eine installierte Leistung von fünf Megawatt.

Ecotecnica mit Sitz in Barcelona stellt Windkraftanlagen mit einer Leistung zwischen 0,6 Megawatt und zwei Megawatt her und war ursprünglich vor allem in der Solarenergie tätig. Der Umsatz wird sich laut Alstom in diesem Jahr auf 300 bis 350 Mill. Euro belaufen. Bei den aktuellen Wachstumsraten von jährlich 25 Prozent dürfte sich der Umsatz der Windenergiebranche bis Ende 2009 verdoppeln. 2006 betrug das Marktvolumen 15 Mrd. Euro.

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