Freigabe vom Kartellamt
Russische Gazprom darf bei VNG aufstocken

Bereits Mitte Januar kündigte das Bundeskartellamt seine Zustimmung zu der Anteilserhöhung an. Nun darf der russische Konzern Gazprom endgültig bei der ostdeutschen Ferngasgesellschaft aufstocken.
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Düsseldorf/BonnDas Bundeskartellamt hat die Anteilserhöhung des russischen Gazprom -Konzerns bei der ostdeutschen Ferngasgesellschaft VNG endgültig freigegeben. Die Auswertung von Stellungnahmen der von den Plänen betroffenen Parteien habe nichts am Urteil der Wettbewerbshüter geändert, teilte das Kartellamt mit.

Die Behörde hatte bereits am 13. Januar ihre Zustimmung signalisiert. Gazprom stockt seinen Anteil an VNG auf 10,52 Prozent auf. Die Russen sind der größte Gaslieferant für Deutschland. Mit der Minderheitsbeteiligung an VNG gehe indes keine Verstärkung der Marktposition Gazproms einher, erklärte das Kartellamt.

Im Entwurf zur Entscheidung hieß es damals, zusammen mit der bestehenden Beteiligung von 15,79 Prozent der BASF-Tochter Wintershall sehe die Behörde im Einstieg von Gazprom nur einen gemeinsamen wettbewerblich erheblichen Einfluss auf VNG. Wintershall ist ein Gazprom-Partner und arbeitet mit dem russischen Unternehmen in mehreren Gemeinschaftsunternehmen wie etwa Wingas zusammen.

VNG gehört neben E.ON Ruhrgas und Wingas, dem Gemeinschaftsunternehmen von Gazprom und der BASF -Tochter Wintershall, zu den wichtigsten Erdgasimporteuren in Deutschland. Die in Leipzig ansässige Gruppe beschäftigt 1400 Mitarbeiter und erzielte 2010 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Der Oldenburger Versorger EWE hält 47,90 Prozent der Anteile, 25,79 Prozent sind in der Hand einer Beteiligungsgesellschaft von zehn Stadtwerken und Kommunen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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