0 Bewertungen
07.07.2008 
Kauf von APP Pharmaceuticals

Fresenius-Kapitalerhöhung verärgert Anleger

Der Gesundheitskonzern Fresenius will zur Finanzierung der Übernahme des US-Generikaspezialisten APP Pharmaceuticals auch eine Kapitalerhöhung auf den Weg bringen. Auf diese Ankündigung reagierten Anleger sehr verärgert.

Fahnen mit dem Unternehmenslogo wehen vor der Konzernzentrale von Fresenius in Bad Homburg. Das Unternehmen kauft in den Vereinigten Staaten zu. Foto: apLupe

Fahnen mit dem Unternehmenslogo wehen vor der Konzernzentrale von Fresenius in Bad Homburg. Das Unternehmen kauft in den Vereinigten Staaten zu. Foto: ap

HB BAD HOMBURG. "Es ist grundsätzlich vorgesehen, eine Kapitalerhöhung durchzuführen", sagte Finanzvorstand Stephan Sturm am Montag in Bad Homburg. Der überwiegende Teil werde aber auf Fremdfinanzierung entfallen. Weitere Finanzierungsdetails will Fresenius in den nächsten Wochen bekannt geben.

Einen Börsengang der Tochter Fresenius Kabi plant das Unternehmen aber nicht. "Einen Kabi-Börsengang wird es nicht geben", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider. Fresenius kann nach Auskunft des Managements die Übernahme ohne einen Börsengang von Kabi finanzieren.

Die im MDax notierte Fresenius-Vorzugsaktie büßte am Montag zeitweilig zehn Prozent auf 48,50 Euro ein. "Es ist nicht die Übernahme an sich, sondern vielmehr die Wahrscheinlichkeit, dass zur Finanzierung eine Kapitalerhöhung notwendig ist", hatte ein Aktienhändler die Kursverluste erklärt, bevor Fresenius die Maßnahme bestätigte.

Fresenius-Chef Ulf Schneider sagte, dass der Konzern nach der APP-Übernahme weitere Akquisitionen erst einmal vorsichtiger angehen werde. Vorrang habe der Abschluss der APP-Transaktion.

Fresenius hatte angekündigt, APP für 3,7 Mrd. Dollar zu kaufen. Einschließlich der Schulden und einem an bestimmte Ziele geknüpften Nachschlag für die Aktionäre des Unternehmens beläuft sich der Transaktionswert nach APP-Angaben auf bis zu 5,6 Mrd. Dollar.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterKöpfe

GE-Chef Immelt: unter Beobachtung  Artikel in Merkliste

Als Chef von General Electric thront Jeffry Immelt auf dem Olymp der amerikanischen Managerkaste. Aber wie lange noch? Hilflos wirkt er in den Wirren der Finanzkrise. Und schon gibt es erste Zweifel, ob er seinen Posten noch lange halten kann. Artikel


Anzeige