Fresenius-Übernahme
Investor Paulson will Rhön-Anteile verkaufen

US-Investor Paulson winken dicke Gewinne: Paulson will seine Anteile in der Höhe von 3,6 Prozent am Rhön-Klinikum an Fresenius verkaufen. Der Gesundheitskonzern will 90 Prozent der Rhön-Papiere in seinen Besitz bringen.
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FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius kommt bei der Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum voran. Der US-Investor John Paulson kündigte am Donnerstag an, seinen Rhön-Anteil von 3,6 Prozent an Fresenius zu verkaufen. Paulson war kürzlich beim fränkischen Klinikbetreiber eingestiegen, dessen Kurs unter dem Angebotspreis von Fresenius liegt.

Gelingt die 3,1 Milliarden Euro schwere Übernahme, was nicht sicher ist, würde Paulson somit einen Gewinn einfahren. Die Rhön-Aktie kostete am Donnerstag 21,45 Euro. Fresenius bietet 22,50 Euro je Papier. Paulson war bekanntgeworden, weil er in der Finanzkrise mit Wetten gegen US-Ramsch-Hypotheken Milliarden verdiente.

Fresenius muss mehr als 90 Prozent der Rhön-Papiere einsammeln, damit die Übernahme des Konkurrenten gelingt. Diese Hürde hat Fresenius-Chef Ulf Schneider gesetzt, da diese Annahmequote in der Rhön-Satzung für wichtige Entscheidungen vorgesehen ist. Sollten sich Konkurrenten oder Hedge Fonds mit mehr als zehn Prozent bei Rhön einkaufen, könnten sie den Deal damit blockieren. Die Vorstände von Fresenius und Rhön, die sich beide für die Übernahme ausgesprochen haben, haben dafür bisher keine Anzeichen. Was genau hinter den jüngsten Aktienbewegungen steckt, wissen sie allerdings nicht.

Am Donnerstag wurde etwa bekannt, dass die schwedische Bank SEB 7,62 Prozent an Rhön-Klinikum hält. Rechnet man Optionen und andere Finanzinstrumente mit ein, hat das Institut sogar Zugriff auf 12,37 Prozent der Rhön-Aktien, wie die Klinikkette mitteilte. Die Schweizer Großbank UBS kam bei Rhön zuletzt auf einen Anteil von 5,15 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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