Fresenius und FMC
Gesundheitskonzern macht deutlich mehr Gewinn

Fresenius hat seinen bereinigten Gewinn im ersten Quartal um neun Prozent gesteigert. Dafür sorgten vor allem die guten Geschäfte der Dialyse-Tochter FMC. Der Konzern wird nun für das Gesamtjahr zuversichtlicher.

FrankfurtGute Geschäfte der Dialysetochter FMC verleihen dem Gesundheitskonzern Fresenius Rückenwind. Im dritten Quartal stieg der bereinigte Gewinn um neun Prozent auf 399 Millionen Euro, wie Fresenius am Donnerstag mitteilte. Die Sparte Kabi, die auf flüssige Nachahmermedikamente spezialisiert ist, wuchs zwar langsamer als zuletzt. Sie entwickelte sich jedoch besser als vom hessischen Unternehmen bisher erwartet. Für 2016 passte der neue Vorstandschef Stephan Sturm die Prognose deshalb erneut leicht nach oben an.

Fresenius wuchs dem Manager zufolge in allen Unternehmensbereichen und Regionen aus eigener Kraft. „Das stimmt uns für das Gesamtjahr 2016 noch zuversichtlicher.“ Durch die 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud, die Anfang 2017 abgeschlossen werden soll, schaffe Fresenius ein noch breiteres Fundament für weiteres Wachstum. „Das wird sich auch in den anspruchsvollen Zielen für die kommenden Jahre zeigen, die wir mit der Prognose für 2017 bekanntgeben werden“, kündigte Sturm an. Der langjährige Finanzchef hat im Juli die Nachfolge von Ulf Schneider angetreten, der die Leitung des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé übernimmt.

Die Fresenius-Generika-Sparte Kabi profitiert seit langem von Lieferengpässen der Konkurrenz und war bereits dafür verantwortlich, dass Sturm die Gewinnprognose für Fresenius im August leicht anhob. Wegen der Einführung neuer Nachahmermedikamente und des guten Absatzes bestehender Arzneimittel passte er die Prognose für die Sparte, die von Analysten immer besonders genau beobachtet wird, nun erneut an. Konzernweit rechnet der Vorstandschef 2016 nun währungsbedingt mit einem Anstieg des Gewinns vor Sondereinflüssen von zwölf bis 14 (bisherige: elf bis 14) Prozent.

Die Dialysetochter FMC, der Kürzungen im US-Gesundheitssystem in den vergangenen drei Jahren schwer zusetzen, setzte ihren Aufwärtstrend im dritten Quartal fort. Der Überschuss legte um 27 Prozent auf 333 Millionen Dollar zu. Der weltgrößte Dialysekonzern erntet dabei die Früchte eines vor Jahren eingeleiteten Sparprogramms. Zudem ist die Behandlung von Dialyse-Patienten dank eines neuen Präparats billiger geworden. Darüber hinaus profitiert FMC von leicht angehobenen Erstattungssätzen für staatlich krankenversicherte Patienten in den USA und gestiegenen Behandlungszahlen. Der Konzern sei auf dem besten Weg, den Überschuss 2016 um 15 bis 20 Prozent auszubauen, sagte FMC-Chef Rice Powell.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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