Fresenius und FMC
Gesundheitskonzern mit kräftigem Gewinnsprung

Ein Mix aus Zukäufen und guten Geschäften beschert Fresenius ein sehr gutes erstes Quartal. Sowohl Umsatz als auch Gewinn ziehen kräftig an. Der deutsche Gesundheitskonzern hebt nun die Erwartungen für das Gesamtjahr an.
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FrankfurtDie Rekordkauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud verleiht dem Gesundheitskonzern Fresenius Rückenwind. Das Unternehmen baute seinen Gewinn im ersten Quartal um über ein Viertel auf 457 Millionen Euro aus und überraschte Investoren damit positiv. Die Fresenius-Aktie stieg am Mittwoch in der Spitze um 4,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 78,69 Euro. „Fresenius ist ausgezeichnet in das Geschäftsjahr gestartet“, sagte Vorstandschef Stephan Sturm. „Die weiteren Wachstumsperspektiven bleiben hervorragend.“

Für das laufende Jahr hob Sturm die Gewinnprognose leicht an. Das Ergebnis soll auf vergleichbarer Basis währungsbereinigt nun um 19 bis 21 Prozent wachsen. Bisher hatte er 17 bis 20 Prozent in Aussicht gestellt. Inklusive der Aufwendungen für die Übernahme des Biotech-Generikageschäfts von Merck bleibt Sturm aber bei seiner bisherigen Prognose.

Der ehemalige Investmentbanker hat seit seinem Aufstieg zum Vorstandschef im Juli 2016 ein hohes Tempo vorgelegt und die zwei größten Übernahmen in der Geschichte des Unternehmens eingefädelt. Die 5,8 Milliarden Euro schwere Akquisition von Quironsalud hat Fresenius bereits Ende Januar abgeschlossen, der umgerechnet 4,4 Milliarden Euro schwere Kauf des US-Generikakonzerns Akorn soll bis Anfang 2018 in trockenen Tüchern sein. Sturms Einkaufstour erhöht jedoch auch den Schuldenberg von Fresenius. Er wuchs im ersten Quartal um gut ein Drittel auf mehr als 20 Milliarden Euro.

Im operativen Geschäft trug Quironsalud maßgeblich dazu bei, dass der Gewinn in der Krankenhaussparte Helios um 46 Prozent nach oben schoss. Die spanischen Kliniken, die seit Februar im Zahlenwerk von Fresenius enthalten sind, werfen im Schnitt deutlich mehr Gewinn ab als die deutschen Helios-Häuser.

Auch die Dialysetochter FMC baute ihren Gewinn von Januar bis Ende März kräftig aus - um 45 Prozent auf 308 Millionen Euro. Das ebenfalls im Leitindex Dax gelistete Unternehmen profitierte dabei allerdings auch von einer Nachzahlung für die Behandlung von US-Kriegsveteranen und dem starken Dollar.

Kürzungen im US-Gesundheitssystem hatten dem weltgrößten Dialysekonzern von 2013 bis 2015 schwer zu schaffen gemacht. FMC-Chef Rice Powell regagierte darauf mit einem Sparprogramm und baute zudem das Geschäft rund um die Dialyse (Care Coordination) aus. Dazu gehört unter anderem die Kontrolle der Gefäßpflege und des Medikamenten-Einsatzes. Der Umsatz von FMC im Care-Coordination-Geschäft wächst kräftig, mit den Ergebnissen sind viele Investoren aber nicht zufrieden. "Die Margen verschlechtern sich seit vielen Quartalen, die weitere Entwicklung ist schwer vorherzusehen", kritisieren die Analysten von Morgan Stanley. Die FMC-Aktie verlor rund ein Prozent.

Besser kam bei Anlegern die Entwicklung der Sparte Kabi an, die auf flüssige Nachahmermedikamente spezialisiert ist. Der Gewinn des erfolgsverwöhnten Geschäftsbereichs war Ende 2016 wegen Produktionsunterbrechungen in zwei US-Werken zurückgegangen. Im ersten Quartal baute Kabi seinen Gewinn aber wieder um zehn Prozent aus - und hob die Ziele für das laufende Jahr leicht an. Die Sparte rechnet nun mit einem bereinigten Anstieg des Betriebsgewinns um sechs bis acht Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kein Wunder das ein deutscher Gesundheitskonzern Gewinne macht.
    Denn das Land ist krank unter der Grün-Sozialistischen Merkelregierung. Danke

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