Freundeskreis gibt nicht auf
Kartoffelsorte „Linda“ kriegt Gnadenfrist

Im Streit um den weiteren Anbau der Kartoffelsorte „Linda“ haben Pflanzenzüchter und Landwirte am Dienstag einen Kompromiss erzielt.

ire DÜSSELDORF. In einem Vergleichsverfahren vor dem Oberlandesgericht Celle einigte sich das Pflanzenzuchtunternehmen Europlant am Dienstag mit drei Landwirten, die eigenmächtig weiteres Pflanzgut von Linda produziert hatten: Die vor allem bei Bio-Bauern beliebte Kartoffel darf danach noch bis zum Jahr 2007 auf dem Markt bleiben. Europlant hat ein Sortenschutzrecht auf das Saatgut und wollte noch vorhandene Pflanzkartoffeln beschlagnahmen lassen.

Dank der Einigung werden sie nun aber wieder zu marktüblichen Preisen von Europlant verkauft. Für Europlant-Geschäftsführer Jörg Renatus kommt in zwei Jahren aber das endgültige Aus für Linda. Eine weitere Verlängerung der Zulassung durch das Bundessortenamt schließt er definitiv aus. „Das Ende von Linda ist besiegelt“, sagte Renatus am Dienstag.

Die Sortenschutzrechte von Europlant an Linda waren Ende 2004 abgelaufen. Vorher hatte Europlant die Zulassung für die einst von ihm entwickelte Züchtung zurückgegeben. Das Bundessortenamt erlaubte nach öffentlichem Druck gegen den Willen von Europlant einen weiteren Anbau der Sorte bis Mitte 2007. Diese verlängerte Auslauffrist für die Sorte wollen die „Linda“-Freunde nun für ein neues Zulassungsverfahren nutzen. Ohne Zulassung darf eine Sorte nicht angebaut werden.

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