Fristverlängerung des Übernahmeangebots
Bayer gibt Schering-Aktionären mehr Bedenkzeit

Die Schering-Aktionäre haben nun zwei Wochen länger Zeit, das Übernahmeangebot des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer anzunehmen. Die Verlängerung kommt nicht von ungefähr.

HB LEVERKUSEN. Die Annahmefrist ende nun am 14. Juni um 24 Uhr, teilte der Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Ursprünglich sollte die Annahmefrist am 31. Mai um Mitternacht enden. Eine weitere Änderung der Angebotsbedingungen sei ausgeschlossen. Das Übernahmeangebot für die Berliner Schering AG stehe weiterhin unter dem Vorbehalt, dass bis zum Ende der Annahmefrist die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent erreicht werde. Auch der Kaufpreis von 86 Euro je Schering-Aktie in bar bleibe unverändert.

"Die Verlängerung der Annahmefrist ermöglicht allen Schering - Aktionären, unser attraktives Angebot noch innerhalb der kommenden zwei Wochen anzunehmen", erklärte Bayer-Chef Werner Wenning. Bis Montagabend sind Bayer 18,49 Prozent am Grundkapital der Schering AG zum Kauf angeboten worden.

Großaktionäre dienen in der Regel ihre Aktien aber erst zu einem recht späten Zeitpunkt an. So will zum Beispiel der Schering-Großaktionär Allianz, der rund 11 Prozent der Anteile hält, die Offerte über 86 Euro je Aktie annehmen. Die Aktien wechselten bisher aber noch nicht den Besitzer.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte die EU-Kommission grünes Licht für die Transaktion mit einem Wert von 16,5 Mrd. Euro gegeben. Damit ist aus kartellrechtlicher Sicht der Weg für die größte Übernahme in der Bayer-Firmengeschichte frei.

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