Fristverlängerung für Aktienkauf
BASF geht bei Engelhard in nächste Runde

Der Chemieriese BASF lässt nicht locker. Er hat sein Übernahmeangebot an die Aktionäre des US-Katalysatoren-Spezialisten Engelhard bis zum 17. März verlängert.

HB FRANKFURT. „Wir sind enttäuscht darüber, dass es nicht gelungen ist, mit Engelhard eine Vertraulichkeitserklärung zu vereinbaren, aber die von Engelhard vorgeschlagenen Bedingungen waren nicht akzeptabel und auch nicht im Interesse der Engelhard-Aktionäre“, erklärte ein BASF-Sprecher am Montag. BASF will Engelhard für 4,9 Mrd. Dollar oder 37 Dollar je Engelhard-Aktie übernehmen. Der US-Konzern hatte das Angebot aber als unangemessen abgelehnt. Die bereits einmal verlängerte Offerte war am Freitag ausgelaufen.

Engelhard wäre der größte Zukauf in der Firmengeschichte von BASF. Die Ludwigshafener hatten bereits angedeutet, dass sie unter Umständen auch einen höheren Kaufpreis zahlen würden. Sollte Engelhard Einblick in die Bücher gewähren, wären gegebenenfalls auch 38 Dollar pr Aktie möglich, hatte BASF im Januar mitgeteilt. Allerdings hat Engelhard selbst einen Preis von 38 Dollar als nicht ausreichend für den Eintritt in Verhandlungen gesehen.

Bis Freitag seien BASF insgesamt 649 277 Engelhard-Aktien zum Erwerb angeboten worden, teilte der Chemieriese mit. Um sich die Anteilsmehrheit zu sichern, muss BASF mehr als 65 Mill. Aktien der Spezialchemie-Firma einsammeln. Im Umlauf waren nach früheren BASF-Angaben rund 120 Mill. Engelhard-Aktien, hinzu kamen 11 Mill. aus laufenden Optionsprogrammen. Die nötigen kartellrechtlichen Genehmigungen hat sich BASF bereits gesichert. BASF habe die Freigaben durch alle wesentlichen Genehmigungsbehörden in den USA und in Europa, teilte der Konzern mit.

Engelhard sieht sich im Zuge der angestrebten Übernahme mit mehreren Aktionärsklagen konfrontiert. Das geht aus dem Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des US- Unternehmens für 2005 hervor. Die Aktionäre beschweren sich dem Bericht zufolge darüber, nicht genug Informationen als Entscheidungsgrundlage für die Übernahmeofferte zu haben. Insgesamt fünf Aktionäre haben den Angaben zufolge eine Klage eingereicht.

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