Fruchtgetränkehersteller
Rohstoffpreise machen Eckes-Granini zu schaffen

Wegen höherer Rohstoffkosten erwartet die Eckes-Granini-Group für 2011 höchsten ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Den Absatz von Fruchtsaft und Co. steigerte das Unternehmen jedoch auf 1,06 Milliarden Liter.
  • 0

Nieder-OlmDer Fruchtgetränkehersteller Eckes-Granini Group ("granini", "hohes C") erwartet im laufenden Geschäftsjahr wegen stark gestiegener Rohstoffkosten höchstens ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Zwar habe das Unternehmen in Deutschland und anderen Ländern Ende 2010 die Preise erhöht, doch nicht in dem Ausmaß, dass alle Kostensteigerungen abgedeckt würden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Thomas Hinderer, am Dienstag in Nieder-Olm bei Mainz.

2010 legte Eckes-Granini bei Umsatz und Absatz nach eigenen Angaben stärker als der Gesamtmarkt zu. Während der Markt in 13 Ländern beim Umsatz ein Minus von 0,4 Prozent und beim Absatz einen Rückgang von 2,2 Prozent verbuchte, steigerte das Unternehmen die verkaufte Menge im Vorjahresvergleich um 2,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Liter, die Erlöse legten um 3,0 Prozent auf 851,7 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 11,7 Prozent auf 64,8 Millionen Euro. Zum Gewinn machte die in Familienbesitz stehende Gesellschaft keine Aussage.

Ins laufende Geschäftsjahr ist das Unternehmen nach Hinderers Worten gut gestartet. "Die ersten vier Monate zeigen ein schönes Plus, wir sind gut unterwegs." Allerdings mache sich in diesem Jahr "eine explosionsartige Verteuerung aller Rohmaterialien" bemerkbar, die man so nicht erwartet habe. Das betreffe nicht nur Orangensaftkonzentrat, dessen Preis unter anderem wegen der Stärke der brasilianischen Währung und der Hurrikanschäden des Jahres 2005 im Anbauland Florida weiter zulege, sondern auch Preise für Äpfel oder Packmaterialien.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fruchtgetränkehersteller: Rohstoffpreise machen Eckes-Granini zu schaffen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%