Fruchtsaftfirma gekauft
Pepsico schluckt Punica

Der US-Getränkeriese Pepsico kauft die Hamburger Fruchtsaftfirma Punica und stärkt damit nach eigenen Angaben seine Präsenz in Deutschland.

HB NEW YORK. Pepsico habe sich mit der Punica-Muttergesellschaft Sunny Delight Beverages geeinigt, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Punica war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Kauf werde die Getränkepalette des Cola-Produzenten in Deutschland erweitern und stärken, erklärte Pepsico. Pepsico erhalte direkt eine führende Position in Teilen des Fruchtsaftmarktes und stärke seine Position in Kontinental-Europa deutlich. Mit dem Absatz ihrer traditionellen kohlensäurehaltigen Limonaden hatte Pepsico zuletzt weniger Erfolg.

„Punica steht für eine herausragende Marke und eine herausragende Mannschaft und wird unser Getränke-Portfolio in mehreren schnell wachsenden Branchenteilen stärken“, erklärte Pepsico-International-Chef Michael D. White. Der Kauf zeige den anhaltenden Optimismus des zweitgrößten US-Limonadenherstellers für die Wachstumsmöglichkeiten in Deutschland und Europa.

Pepsico übernimmt die durch ihre Werbung mit „Onkel Dittmeyer“ bekannte, 1977 gegründete Hamburger Firma von der US-Kapitalgesellschaft J.W. Childs. Zu den Bedingungen der am Montag vereinbarten Übernahme, die in einigen Wochen abgeschlossen sein soll, äußerte sich Pepsico nicht. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Die in Boston ansässige J.W. Childs hatte im April 2004 die Getränkemarken Punica und Sunny D vom US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) gekauft und daraus die Sunny Delight Beverages Company geformt. P&G wiederum hatte Punica 1984 zwar vom Gründer Dittmeyer übernommen, aber noch jahrelang mit „Onkel Dittmeyer“ geworben. In dem Hamburger Punica-Werk stellen rund 180 Mitarbeiter Getränke-Konzentrate für den deutschen und europäischen Markt her.

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