Früherer Einsatz bei Darmkrebs in Aussicht
Erbitux lässt Merck hoffen

Neue klinische Daten lassen den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hoffen, dass das Medikament Erbitux bei fortgeschrittenem Darmkrebs möglicherweise schon früher zum Einsatz kommen kann.

HB NEW ORLEANS/DARMSTADT. In einer klinischen Studie der Phase II an der Uniklinik in Barcelona sei die Wirksamkeit und Sicherheit von Erbitux in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie zur Erstbehandlung bei metastasierendem Darmkrebs untersucht worden, teilte Merck am Sonntag anlässlich der Präsentation der Daten auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) in New Orleans mit. Dabei hätten von 42 Patienten zwei eine vollständige Rückbildung des Tumors gezeigt und 32 Patienten eine Teilrückbildung. Bei sieben Patienten habe sich der Krankheitszustand stabilisiert.

„Bei unseren Studiendaten handelt es sich um signifikante Befunde“, kommentierte Studienleiter Josep Tabernero. Diese zeigten die Möglichkeit eines früheren Einsatzes von Erbitux in Kombination mit einer Standardtherapie zur Erstbehandlung auf.

Merck hält bei dem Krebsmittel in seinem Vermarktungsgebiet derzeit jährliche Spitzenumsätze am oberen Rand einer Spanne von 250 bis 500 Mill. € für möglich. Dieses Jahr rechnen die Darmstädter nach früheren Angaben mit Erbitux-Umsätzen von etwa 40 bis 50 Mill. €.

In einer zweiten Darmkrebs-Studie der Phase II sei das Mittel hinsichtlich Verträglichkeit und Wirksamkeit in Kombination mit einer anderen Standard-Chemotherapie zur Erstbehandlung in einem Krankenhaus im französischen Boulogne untersucht worden. Von 40 Patienten hätten hier allerdings nur 17 eine teilweise Rückbildung des Tumors gezeigt und 18 eine Stabilisierung der Krankheit, teilte Merck mit. Fünf Patienten mit zuvor nicht operablen Lebermetastasen hätten nach teilweiser Tumorrückbildung operiert werden können.

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