Frühindikator für andere Branchen
Chemiebranche profitiert von Preissteigerungen

Bei den deutschen Chemieunternehmen ist nach einem starken Jahresbeginn die Zuversicht für 2005 gewachsen.

HB FRANKFURT. Die Chemieindustrie rechne nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzanstieg von rund 4,5 Prozent, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt mit. Bislang war ein Umsatzanstieg von 3,5 Prozent erwartet worden.

Bei den Erzeugerpreisen werde mit einer Erhöhung um drei Prozent gerechnet, nachdem bislang ein Preisanstieg von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt wurde. Weiterhin gehe die Chemie in diesem Jahr von einem Produktionszuwachs von zwei bis 2,5 Prozent aus. Allerdings sieht der Dachverband VCI in der Branche zunehmend Zweifel an der Nachhaltigkeit des positiven Trends.

Die Chemiebranche gilt als frühzyklische Industrie, die Veränderungen des Konjunkturklimas vor anderen Industriezweigen zu spüren bekommt. Sie beliefert praktisch alle Branchen mit ihren Produkten. Im ersten Jahresviertel verzeichnete der Industriezweig im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal einen Produktionszuwachs von fünf Prozent und einen Umsatzanstieg von 8,4 Prozent auf 37,7 Milliarden Euro.

Unternehmen konnten die Preise für Chemieerzeugnisse um 4,1 Prozent erhöhen. Die stärksten Impulse seien im Quartal erneut aus dem Auslandsgeschäft gekommen.

Nach Einschätzung von Analysten ist die Chemiekonjunktur weiter gut in Fahrt. „Ein Abriss der gesamten Chemiekonjunktur ist noch nicht ersichtlich“, sagte etwa Chemieanalyst Ludger Mues vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Der Basischemie gehe es nach wie vor gut. Sie könne Preise anheben, und auch die Kapazitätsauslastung stimme.

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