Führende Unternehmen im In- und Ausland erfahren Nachhaltigkeit als Konzept für wirtschaftlichen Erfolg
Die Energieversorgung auf dem Weg zur nachhaltigen Wirtschaft

Erfolgreich wirtschaften heißt mit weniger Rohstoffen mehr Geld verdienen. Mit dem Emissionshandel in der EU und dem Erneuerbare Energien Gesetz werden wichtige Schritte in Richtung einer ressourcenschonenderen Wirtschaft gemacht. Nachhaltiges Wirtschaften ist dabei kein Luxus, sondern ein Erfolgsrezept, wie führende Unternehmen sagen.

BRÜSSEL. „Deutschland geht die Kohle aus“, titelte unlängst eine Großanzeige eines Energiekonzerns. Zuvor revidierte Ölriese Shell mehrfach die Schätzungen seiner Erdölreserven nach unten. Der Ölpreis erreicht ein Allzeithoch und die Preise an anderen Rohstoffmärkten explodieren ebenfalls. Dies sind keine Zufälle. Ressourcen wie fossile Energieträger werden tatsächlich absehbar knapp. Daher sollte man sie lieber als Notgroschen behandeln statt durch ihre Verbrennung die Luft zu belasten und zum ökologisch wie ökonomisch schädlichen Klimawandel beizutragen. Schließlich gibt es Alternativen, wie die weltweit größte internationale Konferenz zu Erneuerbaren Energien nächste Woche in Bonn zeigt.

Strom aus Biomasse, Sonne, Wasser und Wind ist auf dem Vormarsch. Öko-Energie deckt bereits acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Die Branche erzielt einen Jahrsumsatz von zehn Mrd. Euro und hat seit 1990 immerhin 130 000 neue Arbeitsplätzen geschaffen. Sie ist keine Nische mehr. Mit dem Gesetz zu Erneuerbaren Energien erhält sie einen neuen Schub. Eine stärkere Förderung soll dazu beitragen, den Anteil grünen Stroms bis Ende des Jahrzehnts auf 12,5 % und bis 2020 auf 20 % zu steigern. Die Regierung in Berlin diskutiert zudem die Förderung einer umweltverträglichen Wärmeerzeugung. Das wäre eine sinnvolle Ergänzung, die auch den Markt für sauberes Heizen und Warmwasserbereiten mehr Schwung verleihen würde.

Einige Wirtschaftsverbände, Stromkonzerne und oppositionelle Politiker beschweren sich über derartige Förderungen. Ohne diese seien Öko-Energien nicht wirtschaftlich. Haben sie vergessen, dass die deutsche Kohleindustrie jahrzehntelang nur durch Subventionierung über Wasser gehalten wurde und immer noch wird? Die Förderung alternativer Techniken hilft nicht nur, die technologische Entwicklung und die Wirkungsgrade zu verbessern. Dadurch werden sie längerfristig preiswerter und wettbewerbsfähiger. Sie macht Deutschland überdies unabhängiger von Importen und knappen Rohstoffen.

Und sie hilft, klimaschädliche E-missionen nicht nur zu senken, sondern zu vermeiden. Dies ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, die im Sinne der Generationenverantwortung Ressourcen schont. Nicht umsonst hat sich der Präsident James D. Wolfensohn für eine verstärkte Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Dies könne auch entscheidend zur Armutsbekämpfung beitragen, ist er überzeugt. Ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist der 2005 startende EU-Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid (CO2). Dadurch werden Emissionsminderungen marktwirtschaftlich erzielt und dort realisiert, wo es am preiswertesten ist. Der Prozess wird aber nur langsam in Gang kommen, da die deutsche Industrie großzügig Verschmutzungsrechte erhielt. Sie muss ihre Emissionen von 505 Mill. t bis 2012 nur auf 495 Mill. t. verringern.

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