Führungsposten
Weiterer Siemens-Manager geht zu Thyssen-Krupp

Mit Andreas Schierenbeck kommt der nächste Manager von Siemens zu Thyssen-Krupp. Das nährt Spekulationen darüber, ob die Zusammenarbeit beider Konzerne künftig noch enger werden könnte.
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Düsseldorf/MünchenDer Mischkonzern Thyssen-Krupp hat erneut einen Siemens -Manager für eine Führungsposition gewonnen. Der Leiter des Bereichs Gebäudetechnik in den USA, Andreas Schierenbeck, wechsele zum 1. Juni in den Vorstand der Aufzugsparte von Thyssen-Krupp, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Anfang Januar 2013 übernehme der 46-Jährige die Führung der Sparte, die bislang Konzernvorstand Olaf Berlien mit betreut. Berlien treibe im Vorstand weiter den Ausbau der Technologiegeschäfte in den Zukunftsmärkten voran. Siemens bestätigte den Wechsel, über den das „manager magazin“ berichtet hatte.

Die Aufzugssparte gehört zu den Ertragsperlen von Thyssen-Krupp. Die weltweit rund 46.000 Mitarbeiter stellen neben Personen- und Lastenaufzügen auch Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte her. Eine wichtige Rolle spielt das Dienstleistungsgeschäft. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Sparte bei einem Umsatz von 5,3 Milliarden Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 801 Millionen Euro.

Mit dem Wechsel Schierenbecks folgt ein weiterer Siemens-Manger dem Beispiel von Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger. Dieser war ebenfalls von München nach Essen gezogen und hatte Anfang vergangenen Jahres die Führung des größten deutschen Stahlkonzerns übernommen. Im April übernahm der frühere Siemens-Forschungschef Reinhold Achatz eine ähnliche Position bei Thyssen-Krupp. Beide Konzerne haben denselben Aufsichtsratsvorsitzenden - den früheren Thyssen-Krupp-Chef Gerhard Cromme.

Von Abwerbungen zwischen den beiden Unternehmen will Hiesinger aber nichts wissen. „Siemens und Thyssen-Krupp werben keine Mitarbeiter voneinander ab“, hatte er vor gut einem Monat der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt. Es könne allerdings sein, dass es in den kommenden Monaten noch den einen oder anderen Wechsel gebe, fügte er hinzu. Spekulationen, Thyssen-Krupp und Siemens könnten sogar fusionieren, wies Hiesinger jedoch zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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