Führungswechsel
Mark Fields wird neuer Chef von Ford

Ford bekommt einen neuen Chef: Mark Fields übernimmt zum 1. Juli das Ruder von Alan Mulally. Damit läutet der Autobauer einen Generationswechsel ein – und vertraut einem Eigengewächs.
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DearbornWechsel an der Konzernspitze von Ford: Der bislang fürs Tagesgeschäft zuständige Mark Fields übernimmt zum 1. Juli das Ruder von Alan Mulally (68), wie das Unternehmen am Donnerstag am Firmensitz in Dearborn mitteilte.

Der Generationswechsel hatte sich schon länger angedeutet. Fields war Ende 2012 vom Chef des wichtigen Amerika-Geschäfts zum zweiten Mann im Konzernmanagement befördert worden. Schon zuvor hatte der 53-Jährige als Kronprinz gegolten. Mulally hatte damals gesagt, er werde noch mindestens 2014 an der Spitze von Ford bleiben.

Die Männer arbeiten seit 2006 zusammen, als Mulally den Posten des Konzernchefs übernahm. Mulally kam vom Flugzeugbauer Boeing und war damit eine absolute Ausnahme in der Detroiter Autowelt. Fields dagegen ist ein Eigengewächs, das zahlreiche Führungspositionen bei Ford innehatte.

Die beiden sanierten das problematische US-Geschäft und bewahrten den Traditionshersteller damit vor dem Schicksal der Konkurrenten General Motors und Chrysler, die 2009 während der Wirtschaftskrise vom US-Steuerzahler gerettet werden mussten. Auch das zwischenzeitlich trübe Geschäft in Europa läuft mittlerweile wieder besser.

Eigentlich ist Mark Fields schon seit 2005 so etwas wie der kleine Chef von Ford. Damals führte der heute 53-Jährige die Geschäfte von Nord- bis Südamerika, dem mit Abstand wichtigsten Markt für den US-Autobauer. Er sorgte mit dafür, dass der zwischenzeitlich verlustreiche Konzern heute wieder Milliardengewinne schreibt. „Wir wollen den amerikanischen Markt zurückerobern“, hatte Fields nach seinem Amtsantritt gesagt. Es ist ihm geglückt.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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