Für 2005 nur moderate Erwatungen
Fuchs Petrolub erhöht Dividende nach Rekordgewinn

Der im Kleinwerteindex SDax notierte Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hat im dritten Jahr in Folge einen Rekordgewinn eingefahren. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 29,8 Prozent auf 40,1 Millionen Euro.

HB MANNHEIM. Von den verbesserten Kennzahlen profitieren die Aktionäre: Die Dividende soll für die Stammaktien auf 1,66 Euro steigen, für die Vorzugsaktien auf 1,83 Euro, was einer Erhöhung von jeweils 0,10 Euro entspricht. Die im Kleinwerteindex SDax notierten Fuchs-Vorzüge legten bis zum späten Nachmittag 0,6 Prozent auf 87,97 Euro zu.

Der Überschuss soll 2005 weiter zulegen. Dazu trügen aber vor allem der Wegfall der planmäßigen Firmenwertabschreibungen, die zuletzt 8,6 Millionen Euro ausgemacht hatten, und die niedrigeren Zinsen bei. Fuchs wollte sich nicht darauf festlegen, ob der Konzern auch ohne diese Effekte mehr verdienen werde.

Nicht nur das teurere Rohöl, das in den Spezialölen und -schmierstoffen von Fuchs eine relativ geringe Rolle spielt, belaste den Gewinn. Hinzu komme die Knappheit an Blechfässern und an Additiven wie Lithium, die in Spezialfetten eingesetzt werden. „In China ist ein erheblicher Sog an Rohstoffen festzustellen. Das wird für uns die größte Herausforderung 2005“, sagte Stefan Fuchs. Das Unternehmen versuche, den Druck durch höhere Verkaufspreise abzufangen.

Die Rohertragsmarge von Fuchs Petrolub hatte sich bereits 2004 um einen halben Prozentpunkt verschlechtert, wie Finanzvorstand Alexander Selent sagte. Mit Hilfe von Kosteneinsparungen kletterte das operative Ergebnis dennoch um 14,8 Prozent auf 86,2 Millionen Euro. Die Verschuldung sei auf 166,6 (2003: 210,0) Millionen Euro abgebaut worden, was die Finanzierungskosten gesenkt habe. Der Konzernumsatz stieg trotz negativer Währungseffekte um 5,3 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro.

So hoch werde der Zuwachs 2005 angesichts der erwarteten Konjunkturschwäche in den USA und Japan nicht mehr ausfallen, hieß es im Geschäftsbericht. In den ersten beiden Monaten habe der Umsatz aber weiter zugelegt. Größere Zukäufe sind für Fuchs nicht in Sicht: „Wir würden gern akquirieren“, sagte der Vorstandschef. Unternehmen mit mehr als 20 bis 40 Millionen Euro Umsatz seien aber nicht auf dem Markt.

An den beiden Aktiengattungen Stamm- und Vorzugsaktien will Fuchs festhalten. Nur so lasse sich die Unabhängigkeit sichern. 46,3 Prozent des stimmberechtigten Kapitals liegen bei der Familie Fuchs.

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