Für Ratiopharm-Verkauf
Merckle und Banken bestimmen Treuhänder

Die Familie Merckle hat sich mit ihren Gläubigerbanken auf drei Treuhänder geeinigt, die vor allem den Medikamentenhersteller Ratiopharm verkaufen sollen. Zuvor hatten Merckle-Vertreter und Banken erbittert um die Auswahl der Treuhänder gestritten.

HB ULM. Klaus Hubert Görg und Martin Stockhausen von der Wirtschaftskanzlei Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten seien dafür verantwortlich, die Anteile von Merckles VEM-Vermögensverwaltung an Ratiopharm zu verkaufen. Wie die Merckle-Gruppe am Mittwoch in Ulm weiter mitteilte, soll darüber hinaus der Berliner Wirtschaftsprüfer Harald Wiedmann als Treuhänder die Zukunft des Pharmagroßhändlers Phoenix lenken.

Görg betreibt eine Kanzlei mit rund 120 Rechtsanwälten. Die Kanzlei hat sich einen Namen bei Großinsolvenzen wie Babcock, Holzmann und Kirch gemacht. „Mit der Benennung der Treuhänder ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Restrukturierung der Merckle-Gruppe getan“, teilte Ludwig Merckle mit.

Die Merckle-Vertreter und die Banken hatten erbittert um die Auswahl der Treuhänder gestritten. Mehrere Kandidaten waren entweder von den Banken oder von der Merckle-Familie abgelehnt worden. Während die Banken größtenteils an einem schnellen Verkauf von Unternehmensteilen interessiert sind, um die Schulden Merckles zu decken, pochte die Familie stets auf eine Fortführung des Konzerns.

Die Merckle-Gruppe war Ende vergangenen Jahres auch durch die Folgen der Finanzkrise in eine finanzielle Schieflage geraten. Adolf Merckle hatte sich im Januar das Leben genommen, kurz vor seinem Tod aber noch den Kompromiss mit den Banken für die Rettung seiner Unternehmen in die Wege geleitet. Dazu gehört auch der Verkauf von Ratiopharm.

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