Für rund 2 Milliarden Euro
Carlsberg-Brauerei kauft sich von Orkla frei

Die dänische Brauereigruppe Carlsberg kauft alle Anteile des norwegischen Mischkonzerns Orkla zurück und beendet damit eine Zusammenarbeit, die von Beginn an als schwierig und konfliktreich galt. Der Gewinnrückgang fiel 2003 derweil geringer als erwartet aus.

HB KOPENHAGEN. Carlsberg zahlt für den 40-Prozent-Anteil 14,8 Mrd. Kronen (2 Mrd. €). Orkla hatte das Aktienpaket vor vier Jahren übernommen.

Der erwartete Gewinnrückgang beim zweitgrößten europäischen Brauereiunternehmen ist im Jahr 2003 derweil mit 5,7 % geringer ausgefallen als vorhergesagt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei auf 3,56 Mrd. Kronen (rund 478 Mill. €) zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten einen Rückgang auf 3,48 Mrd. Kronen erwartet. Für 2004 rechnet Carlsberg mit einen Ebita zwischen 3,5 und 3,7 Mrd. Kronen.

Der Reingewinn lag 2003 den Angaben zufolge mit 956 Mill. Kronen über den erwarteten 898 Mill. Kronen. Der Nettoumsatz sei auf 34,6 Mrd. Kronen von 35,5 Mrd. Kronen im vorangegangen Jahr gestiegen. Er lag damit aber unterhalb der Analystenerwartungen, die den Umsatz bei 35,08 Mrd. Kronen sahen.

Im Januar hatte Carlsberg die Übernahme des zweitgrößten deutschen Biergruppe Holsten angekündigt.

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