Für Schadenersatz
BP verkauft Ölfelder im Golf von Mexiko

Die Ölkatastrophe vor zwei Jahren im Golf von Mexiko ist für BP noch längst nicht abgehakt. Um für weitere milliardenschwere Schadenersatzforderungen gewappnet zu sein, hat der Multi nun Ölfelder verkauft.
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New YorkBP sammelt mit Ölfeld-Verkäufen Milliarden für Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren ein. Der US-Ölproduzent Plains Exploration & Production (PXP) gab am Montag bekannt, von den Briten für 5,55 Milliarden Dollar Anteile an Öl- und Gasvorkommen in der Region zu übernehmen.

Damit sichere sich PXP Zugriff auf Felder, die zuletzt knapp 60.000 Barrel pro Tag förderten. Darunter befindet sich auch das Holstein-Feld, das sich bislang BP und Royal Dutch Shell teilten. Für weitere 560 Millionen Dollar erwirbt PXP auch die 50-prozentige Shell-Beteiligung daran.

Im April 2010 war die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert und hatte die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Dabei starben elf Arbeiter. Die US-Regierung wirft dem Konzern grobe Fahrlässigkeit und mutwilliges Fehlverhalten vor. Sollte das Gericht diese Position bestätigen, drohen den Briten in diesem Prozess Schadenersatzzahlungen von bis zu 21 Milliarden Dollar. Das Verfahren soll im Januar beginnen.

In einem anderen Rechtsstreit hat sich BP mit 125.000 von der Ölpest geschädigten Privatpersonen und Unternehmen auf einen Vergleich geeinigt, der eine Schadenersatzzahlung von 7,8 Milliarden Dollar vorsieht. Das zuständige Gericht muss dem allerdings noch zustimmen. Eine Anhörung ist für den 8. November angesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Für Schadenersatz: BP verkauft Ölfelder im Golf von Mexiko"

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  • Dieser Artikel ist ein Musterbeispiel für schlechten Journalismus.

    "Notverkauf" - welche "Not" meinen Sie? BP verkauft seit der Macondo-Katastrophe Assets. Das ist ein geordneter Prozeß, bei dem zuletzt eine Raffinerie mit Tankstellennetz an Tresoro verkauft worden ist. War das Ihrer Meinung nach ein Notverkauf?

    Bildunterschrift: "Die Deepwater Horizon in Flammen: BP braucht frisches Geld." Nein. Wie an anderer Stelle des Artikels richtig zu lesen ist, geht es darum, für den worst Case die Schadensersatzforderung gegen zu finanzieren. Dieser worst case wäre, dass ein Gericht der Auffassung des Klägers (Department of Justice) folgt und so ein Gerichtsprozeß dauert Jahre. Ist Ihnen so etwas nicht bekannt?

    Bitte unterlassen Sie solche Anlegerirreführung. Ihre Begriffe "Notverkauf" "braucht frisches Geld" sind kursbeeinflussende Implikationen.

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