Fuji und Canon machen trotz harten Wettbewerbs optimistische Prognosen
Überangebot drückt auf die Preise für Digitalkameras

Nach positiven Zahlen des Weltmarktführers bei Digitalkameras, der Canon Inc., hat auch der Fotospezialist Fuji einen optimistischen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben. Digitalkameras sind einer der wenigen boomenden Bereiche in der Unterhaltungselektronik.

DÜSSELDORF/TOKIO. Doch trotz guter Wachstumsaussichten für 2004 werden die Schatten länger. Denn die Hersteller haben inzwischen enorme Überkapazitäten aufgebaut. „Weltweit werden rund 70 Millionen Digitalkameras abgesetzt“, schätzt Kenji Watanabe, General Manager Marketing für Imaging Products bei Fuji. Davon wollen laut Watanabe jedoch „alleine die fünf führenden japanischen Hersteller mehr als 60 Millionen Stück verkaufen“.

Aufsteiger wie Matsushita (Panasonic), der dieses Jahr den Absatz von Digitalkameras auf gut zwei Millionen Stück verdoppeln will, sind dabei ebenso wenig mitgerechnet wie die ausländische Konkurrenz. Fuji selbst hat rund 1,2 Millionen Kameras im abgelaufenen Quartal ausgeliefert.

Watanabe schätzt die Überkapazität in der Branche mittlerweile auf 20 Millionen Kameras. Das ist selbst in einem Markt mit dreistelligem Zuwachsraten viel. 2003 stieg der Absatz in Deutschland etwa um 121 Prozent, doch der Preisdruck war schon spürbar: Der Umsatz zog nur um 64 Prozent an. Gleichzeitig bricht der Markt für Einsteigerkameras ein, da potenzielle Kunden Mobiltelefone mit eingebauter Kamera vorziehen. „Auf jeden Fall wird der Preiswettbewerb weiter eskalieren“, erklärte Watanabe in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

Firmen, die wie Fuji oder Eastman Kodak aus dem klassischen Filmgeschäft kommen, trifft der scharfe Preiswettbewerb bei Digitalkameras in einer heiklen Phase. Nach harter Restrukturierung konnte etwa Kodak gerade wieder steigende Quartalsergebnisse verbuchen.

Doch auch Fuji braucht noch Zeit für den Umbau. Im abgelaufenen Quartal haben Restrukturierungskosten, Investitionen und sinkende Umsätze im Bereich klassischer Film den Gewinn bei Fuji um 7,7 Prozent gedrückt. Bei rund 612 Mrd. Yen Umsatz (4,5 Mrd. Euro) wurden netto 21,5 Mrd. Yen verdient.

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