Industrie

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Fukushima-Katastrophe: Tepco bittet Manager zur Kasse

Nach der Reaktorkatastrophe straft der japanische AKW-Betreiber Tepco die Mitarbeiter ab: Das Gehalt des Vorstands soll massiv zusammengestrichen werden. Ob der Schritt zur Schadensbehebung reicht, bleibt fraglich. Experten rechnen mit Schadensersatzleistungen in Milliardenhöhe für den Energie-Konzern.

Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata lässt die Konzern-Manager für die Fukushima-Katastrophe zahlen: Konzern-Vorstände sollen auf 50 Prozent ihrer Gehälter verzichten. Quelle: Reuters
Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata lässt die Konzern-Manager für die Fukushima-Katastrophe zahlen: Konzern-Vorstände sollen auf 50 Prozent ihrer Gehälter verzichten. Quelle: Reuters

Tokio. Der Betreiber des japanischen Atomkraftwerks Fukushima reagiert mit Gehaltskürzungen auf den Umgang seiner Manager mit der schwersten nuklearen Katastrophe seit 25 Jahren. Tokyo Electric Power werde die gesamte Entlohnung seiner Vorstandsmitglieder um die Hälfte senken, teilte der unter massivem öffentlichen Druck stehende Konzern am Montag mit. Nicht nur die Vorstandsebene ist betroffen: Die Jahresgehälter aller Mitarbeiter werden um 20 Prozent gekürzt.

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JP Morgan schätzt die Summe der gesamten Schadenersatzleistungen, die Tepco allein in diesem Geschäftsjahr leisten muss, auf knapp 17 Milliarden Euro. Noch in dieser Woche könnte der Konzern einen Restrukturierungsplan veröffentlichen, zu dem nach Einschätzung von Experten auch Beteiligungsverkäufe sowie der Abbau von Stellen gehören. Tepco setzt zudem auf Unterstützung der Regierung. Seit dem Beben am 11. März und der darauffolgenden Katastrophe im AKW Fukushima haben die Aktien des Unternehmens drei Viertel ihres Wertes verloren.

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