Furcht vor ausländischer Konkurrenz
Japanische Stahlkonzerne gut vorbereitet

Drei der vier führenden japanischen Stahlhersteller wollen gemeinsam Schutzmaßnahmen gegen feindliche Übernahmeversuche vorbereiten.

TOKYO. Nippon Steel, in Japan die Nummer eins und weltweit nach Mittal Steel und Arcelor der drittgrößte Stahlproduzent, will die bestehende Partnerschaft mit den beiden kleineren japanischen Konzernen Sumitomo Metal Industries und Kobe Steel vertiefen, kündigten die drei Unternehmen gestern an. Details müssten noch erarbeitet werden, es gehe jedoch nicht um eine engere Kapitalverflechtung untereinander, hieß es.

Die drei Unternehmen hatten schon vor einem Jahr einen solchen Schritt ins Auge gefasst, um besser gegen eine feindlichen Übernahme gewappnet zu sein. Ab 2007, ein Jahr später als ursprünglich geplant, erleichtert es ein neues Übernahmegesetz ausländischen Unternehmen, Beteiligungen an japanischen Firmen einzugehen. Der Angriff von Mittal auf Arcelor sorgte nun für zusätzliches Krisenbewusstsein. Mittal will die den Luxemburger Konkurrenten für knapp 19 Mrd. Euro übernehmen.

Das Management von Nippon Steel verabschiedete gestern außerdem einen detaillieren, allerdings nur auf das eigene Unternehmen bezogenen Plan, der eine mögliche feindliche Übernahme erschwert. Erwirbt ein Investor 15 Prozent der Aktien, muss er dem Management von Nippon Steel seine Pläne mitteilen. Das Board of Directors ist dann berechtigt, die Offerte unmittelbar als „schädlich“ für das Unternehmen zu bezeichnen und Abwehrmaßnahmen zu ergreifen Im Normalfall soll das Angebot jedoch den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt werden. Diese müssten dann in maximal 30 Wochen darüber entscheiden.

Der Präsident von Nippon Steel, Akio Mimura, sagte, die Mittal-Offerte habe ein feindliches Übernahmeangebot zur realistischen Bedrohung für die gesamte Branche gemacht, gegen die jedes Unternehmen seine eigenen Maßnahmen finden müsse.

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