Fusion angedacht
Kenwood kauft sich bei JVC ein

Der japanische Elekronikgigant Matsushita reicht seine Tochter JVC an den Rivalen Kenwood weiter. Dem Mutterkonzern macht das schwächelnde Unternehmen schon seit längerem zu schaffen – am Dienstag hatte Matsushito seine Gewinnprognose mit nach unten korrigiert. Der neue Miteigentümer will insbesondere in zwei Bereichen mit der ungeliebten Tochter zusammen arbeiten.

HB TOKIO. Die beiden Firmen vereinbarten nach Angaben vom Dienstag zunächst, dass Kenwood und sein Hauptaktionär Sparx Group sich für umgerechnet rund 210 Millionen Euro mit knapp 30 Prozent an JVC beteiligen. Außerdem erwägen die beiden Hersteller von Unterhaltungselektronik eine Fusion.

Damit kann der bisherige JVC-Kontrollaktionär Matsushita endlich wie gewünscht seine Beteiligung an dem verlustreichen Geschäft reduzieren, dass seit langem auf den Konzernergebnissen lastet. Zwar läuft bei JVC das Geschäft mit modernen Videokameras gut, dafür aber mit Fernsehgeräten schleppend.

Dies spiegelte sich auch in der neuen Geschäftsprognose wider: JVC wird eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr einen Nettoverlust von 103 Millionen Euro einfahren und nicht wie bislang angepeilt 61 Millionen Euro. Schuld daran sei vor allem das schwache Geschäft mit LCD-Fernsehern.

Der Anteil von Matsushita an JVC sinkt durch die Transaktion auf knapp 37 Prozent von bislang gut 52 Prozent. Kenwood wird durch die Ausgabe neuer JVC-Aktien zunächst 17 Prozent erwerben und Sparx knapp 13 Prozent. Kenwood ist in Deutschland vor allem für hochwertige Auto-HiFi-Anlagen bekannt.

JVC und die Kenwood Corp hatten sich am Dienstag auf eine Zusammenarbeit in den Bereichen Autoelektronik und Audiogeräte geeinigt.

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