Fusion in der Stahlbranche
Swiss Steel soll internationaler Stahlkonzern werden

Der Schweizer Stahlkonzern Swiss Steel soll durch eine Zusammenlegung mit dem Mutterkonzern Schmolz+Bickenbach zu einem auf Edelstahl spezialisierten internationalen Konzern mit rund fünf Mrd. Schweizer Franken Umsatz werden.

HB ZÜRICH. Der Name Swiss Steel wird dabei verschwinden, Konzernsitz soll aber Emmenbrücke bleiben. Arbeitsplätze sollen nach Angaben vpn Swiss Steel-CEO Marcel Imhof vom Montag nicht abgebaut werden und auch die freien Aktionäre sollen keine Nachteile erleiden.

Die Hauptaktionärin Schmolz+Bickenbach, die dem neuen Konzern auch den Namen geben wird, will den überwiegenden Teil ihrer Aktivitäten mit einem im ersten Semester 2006 erzielten Umsatz von rund 1,2 Mrd. sfr als Sachanlage in den neuen Konzern einbringen. Im Gegenzug erhält die deutsche Gruppe 11,13 Mill. Swiss-Steel-Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung geschaffen werden.

Die Anteilsscheine der Altaktionäre, die in der Transaktion auf ein Bezugsrecht verzichten müssen, sollen durch die Transaktion dabei nicht verwässert werden. „Wir werden alles dafür tun, dass keine Verwässerung für die bisherigen Aktionäre entsteht“, sagte Finanzchef Axel Euchner auf einer Medienkonferenz vom Montag.

Die Schmolz+Bickenbach Gruppe werde nach der Transaktion ihren Anteil von derzeit 59 Prozent an Swiss Steel allein auf rund 74 Prozent am neuen Konzern steigern. Die Beteiligung soll nicht unter Zweidrittel fallen. „Wir wollen an der GV immer Zweidrittel kontrollieren“, so der Chef des neuen Konzerns, Benedikt Niemeyer.

Mit der Schmolz+Bickenbach AG entsteht den Angaben zufolge ein weltweit tätiger auf Spezialstähle fokussierter Konzern, der als Produzent von hochwertigen Langstahlprodukten zu den Weltmarktführern gehört. Durch Synergien in Produktion, Verarbeitung und Distribution soll auch zukünftig eine hohe Profitabilität über den Wirtschaftszyklus erzielt werden.

Die neue Firma hätte im ersten Halbjahr 2006 einen Umsatz von 2,84 Mrd. sfr und einen Gewinn von 140,9 Mill. sfr erzielt. Swiss Steel allein verbuchte im ersten Halbjahr 2006 einen Gewinn von 86,0 (Vorjahressemester 63,9) Mill. sfr und steigerte den Umsatz auf 1614,9 (1272) Mill. sfr.

Weiter teilte das Unternehmen mit, der Generalversammlung ein Antrag zur Schaffung eines genehmigten Kapitals von maximal 30 000 000 sfr durch Ausgabe von höchstens 3 000 000 vollständig zu liberierende Aktien mit einem Nennwert von je zehn sfr zu unterbreiten. „Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass wir das vollständig brauchen“, so Niemeyer.

Der Verwaltungsrat des neuen Konzerns soll sich aus dem bisherigen Verwaltungsratsmitgliedern der Swiss Steel zusammensetzen. Als zukünftiger Verwaltungsratspräsident sei der persönlich haftende Gesellschafter der Schmolz+Bickenbach KG, Michael Storm, vorgesehen. Der bisherige Swiss Steel-Chef Marcel Imhof soll als Chief Operating Officer eingesetzt werden.

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