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Fusion mit BAE: Frankreich will EADS-Anteile behalten

exklusiv Frankreich will nach Handelsblatt-Recherchen auf keinen Fall auf seinen Staatsanteil bei EADS verzichten. Damit gefährdet das Land den Zusammenschluss mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems.

Frankreich will an seinem Staatsanteil an EADS festhalten. Quelle: AFP
Frankreich will an seinem Staatsanteil an EADS festhalten. Quelle: AFP

ParisDer Zusammenschluss des deutsch-französischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems steht vor entscheidenden Hindernissen. Wie das Handelsblatt aus dem französischen Präsidialamt erfuhr, will Frankreich auf keinen Fall auf den eigenen Staatsanteil verzichten. In der Bundesregierung besteht aber die Tendenz, ebenfalls Aktien zu kaufen, falls Frankreich seine Anteile hält. In diesem Fall käme der Zusammenschluss nach Ansicht von EADS wohl nicht zustande, weil die Briten keinen Konzern mit deutsch-französischer Staatsbeteiligung wollten.

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Paris ist für die Fusion grundsätzlich aufgeschlossen. Man sei bereit, eine Verringerung der Beteiligung von 15 auf neun Prozent durch die Fusion hinzunehmen, sagte ein hoher Regierungsvertreter dem Handelsblatt. EADS-Chef Tom Enders sähe es am liebsten, wenn alle Staaten ihre Anteile aufgäben und stattdessen „Goldene Aktien“ erhielten. Die sollen ein Veto gegen feindliche Übernahmen ermöglichen. Das ist mit der französischen Regierung nicht zu machen: Aufgeben werde man den Anteil nicht, heißt es im Präsidialamt.

Streitpunkte Die wichtigsten Fragen zur Fusion von EADS und BAE

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In der Bundesregierung gilt es aber als „unwahrscheinlich“, dass sie einer Lösung zustimmen werde, in der zwar alle Regierungen eine „Goldene Aktie“ hätten, die französische Seite aber zusätzlich noch ein Aktienpaket von neun Prozent. Dem Unternehmen sei immer wieder signalisiert worden, dass auch die Bundeskanzlerin großen Wert auf die „Balance“ innerhalb der neuen Unternehmensstruktur lege.

Zudem wollen BAE Systems und EADS zur Sicherung ihres Fusionsvorhabens einem Zeitungsbericht zufolge Zugeständnisse an die USA machen. Um Bedenken wegen hochsensibler Rüstungsverträge auszuräumen, hätten die beiden Konzerne dem US-Verteidigungsministerium die Gründung eines zweckgebundenen Rüstungsunternehmen in den USA vorgeschlagen, berichtete die „Sunday Times“ ohne Angaben von Quellen. Geführt werden soll die Firma von US-Managern.

Lediglich der Brite Ian King, Chef von BAE Systems, soll Teil des Teams sein. Deutsche und französische Manager sollen ausgeschlossen werden und noch nicht einmal Zugang zu den Verträgen mit den USA haben. BAE wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. EADS war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

  • 24.09.2012, 13:31 Uhrwolf-cgn

    ... hoffentlich schafft es Frankreich, die Briten aus EADS rauszuhalten. Es ist überhaupt nicht verständlich, weshalb Herr Schrempers unbedingt mit einem britischen Rüstungskonzern ohne Zukunft einsteigen will. Welche persönlichen Eitelkeiten oder Interessen stecken denn hinter solch einer Unfusion?

  • 24.09.2012, 09:34 UhrOfelas

    Eurocopter - Deutschland hat die Kompetenzen nach Frankreich abgegeben, und das mit Wissen und Billigung der Beamten und Poilitker in Berlin. Das Bundeswehrbeschaffungsamt in Koblenz hat Berlin direkt informiert wie deutsche Zuliefere beim Tiger ausgebootet wurden, und der Beamte aus Berlin hat den Franzosen auch noch zugestimmt....1995, seit dem sind Tatsachen geschaffen wurden.

    Unsere Poilitker sind unser groesstes Problem!

  • 24.09.2012, 08:29 UhrVade_retro_Satanas

    Spätestens seit dem Rafale-Deal Sarkozys (Dassault) mit Indien, ist deutlich, dass die französische Regierung IMMER das Nationale vor das Europäische Ziel stellen wird.
    Die Dumm-Deutsche Republik (DDR) verschenkt sich zu Tode.
    Demnächst wird noch die Bundeswehr unter portugiesisches Kommando abgegeben, dann können alle den Sack zu machen.
    Ich schlage spaßeshalber für unsere lieben europäischen und transatlantischen Freunde vor, dass wir ein paar unserer Kernkraftwerke abschalten und das Material für ein paar richtig gute, eigene Atomwaffen verwenden. Allein die Ankündigung würde reichen, um die Märkte zu beruhigen (Finanzsprech).
    Frankreich wird die Kontrolle über die Force de Farce (haha) noch nicht einmal abgeben, wenn die Machtstruktur in einer europäischen Armee eindeutig französisch wäre.
    Langsam aber sicher habe ich den Eindruck, dass bei so viel dümmlichem Verschenken auf deutscher Seite tatsächlich ein großer, für uns unschöner, Plan dahinter steckt.
    Wir, die Basis, sind nun gefordert. Nieder mit der DDR!

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