Fusion mit Stolpersteinen
Enel sucht friedliche Lösung im Suez-Streit

Der italienische Versorger Enel setzt offenbar auf eine Verhandlungslösung im Streit um einen Einstieg beim französischen Wettbewerber Suez und will vorerst kein feindliches Angebot vorlegen.

PARIS | MAILAND. Nach einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ erwägt Enel eine Verhandlungslösung mit Suez und schlägt drei Szenarien vor. Die von Enel bevorzugte Lösung sieht eine gemeinsame Kontrolle der belgischen Suez-Stromtochter Electrabel durch Enel und Suez vor. Beide Gesellschaften sollen demnach 40 Prozent an Electrabel halten.

Enel wollte ursprünglich bei Suez einsteigen. Im Februar hatte der französische Premierminister Dominique de Villepin dann aber überraschend Fusionabsichten von Suez mit Gaz de France (GDF) bekannt gegeben – so soll ein Einstieg der Italiener verhindert werden.

Zu dem jüngsten Bericht über eine Beteiligung an Electrabel wollte Enel nicht Stellung nehmen; Suez lehnte den Plan umgehend ab. Angesichts der gesunkenen Wahrscheinlichkeit für eine Offerte Enels für Suez gab die Suez-Aktie gestern deutlich nach.

Die anderen von Enel erwogenen Szenarien: Suez könnte Electrabel an Enel verkaufen – aber die Chancen dafür sieht selbst das Enel-Management als gering an. Oder Suez veräußert bestimmte Aktiva an Enel, beispielsweise Stromproduktionskapazitäten und die Gasgesellschaft Distrigaz.

Heute trifft der neue italienische Regierungschef Romano Prodi mit Frankreichs Staatschef Jacques Chirac, Premierminister Villepin sowie dem Chef der Regierungspartei UMP, Nicolas Sarkozy, zusammen. Es gilt als sicher, dass bei den Treffen auch über die geplante Fusion zwischen Suez und GDF geredet wird.

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