Fusion mit Tata Steel
Thyssen-Arbeitnehmer verlangen Antworten zur Stahl-Fusion

Der Streit zwischen Arbeitnehmern und Vorstand von Thyssen-Krupp über die geplante Fusion mit Tata Steel dauert an. Arbeitnehmervertreter werfen dem Management vor, keine Antworten zu „entscheidenden Fragen“ zu liefern.
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DüsseldorfBei Thyssen-Krupp dauert der Streit mit den Arbeitnehmern um die geplante Stahlfusion mit Tata Steel an. Der Vorstand habe bei einem neuen Treffen „keine Antworten zu den entscheidenden Fragen geliefert“, sagte der IG-Metall-Unternehmensbeauftragte Markus Grolms am Freitag nach einem Gespräch mit dem Management. „Das ist enttäuschend“, betonte er. Deshalb dürfe sich der Vorstand auch nicht wundern, „wenn sich die Belegschaften zu Protesten formieren“. „Wir brauchen klare Zusagen für eine sichere, langfristige Finanzierung des Joint-Venture“, forderte der nordrhein-westfälische IG-Metall-Chef Knut Giesler. Diese müsse es auch für Beschäftigung und Standorte in Deutschland geben.

Thyssen-Krupp unterstrich die Bereitschaft zu Verhandlungen. „Wir können die Enttäuschung über die heutige Sitzung nicht ganz nachvollziehen, da wir heute begonnen haben, uns über die Forderungen der Arbeitnehmervertreter auszutauschen“, sagte ein Sprecher zudem.

Die IG Metall hatte Anfang der Woche ihre Forderungen für eine Zustimmung zu dem geplanten Joint Venture vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem Garantien für die Beschäftigten und die Standorte sowie Investitionszusagen und eine ausreichende finanzielle Ausstattung des von Vorstandschef Heinrich Hiesinger angestrebten Gemeinschaftsunternehmens.

Am 23. November wollen die Stahlkocher von Thyssen-Krupp im rheinland-pfälzischen Andernach gegen die Pläne protestieren. Dort hat Thyssen-Krupp ein Weißblechwerk, um dessen Zukunft sich die Arbeitnehmervertreter im Fall einer Fusion ebenfalls sorgen. Am selben Tag legt der Konzern seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2016/17 vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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