Fusion
Neuer Energiekonzern mit RWE und Eon in Luxemburg

Unter Beteiligung der beiden deutschen Versorger RWE und Eon schmiedet Luxemburg einen neuen Energiekonzern. RWE will durch das Engagement die eigene Position in Luxemburg und dem Saarland stärken - und auch die Versorgungssicherheit spiele eine Rolle.

HB LUXEMBURG. Der neue Strom- und Gasversorger mit einem Gesamtumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro und rund 700 Mitarbeitern entsteht aus der Fusion der deutschen Saarferngas mit den Luxemburger Energiefirmen Cegedel und Soteg.

Größter Anteilseigner ist das Großherzogtum selbst mit 38,7 Prozent, RWE Energy hält 19,8 Prozent und Eon 10,7 Prozent, wie RWE mitteilte. Größter industrieller Anteilseigner ist der Stahlkonzern Arcelor-Mittal, dem Saarferngas gehört, mit 25,1 Prozent. Electrabel hält 5,0 Prozent. Am Freitag wurden die Verträge in Luxemburg unterzeichnet.

RWE erklärte, das Engagement stärke die eigene Position in Luxemburg und im Saarland nach der Übernahme des niederländischen Versorgers Essent, der auch im benachbarten Belgien vertreten ist. RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum betonte die Versorgungssicherheit: "Wie wichtig es ist, an einem Strang zu ziehen, hat der jüngste Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine eindrucksvoll vor Augen geführt."

RWE bringt seine Beteiligung am Luxemburger Stromversorger Cegedel in die neue Gesellschaft ein. Bisher hielt RWE Energy über ein Joint Venture mit der Beteiligungsgesellschaft Luxempart 30 Prozent an Cegedel, die der Essener Konzern auch mit Strom belieferte. Zudem arbeiteten die Luxemburger mit der RWE-Regionaltochter VSE bei energienahen Diensten zusammen.

Der Essener Energiekonzern übernimmt im Zuge der Übernahme für 186 Millionen Euro das 51-Prozent-Paket von Luxempart. Eon hielt bisher jeweils 20 Prozent an Saarferngas und Soteg.

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