Fusion
Samsung legt Anlagen- und Schiffsbau zusammen

Fusion in Südkorea: Der Samsung-Konzern integriert sein Schiffbaugeschäft in das Anlagenunternehmen und setzt seinen Umbau fort. Die beiden Tochterunternehmen sollen gemeinsam Kompetenzen bei Meeresanlagen generieren.
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SeoulDie südkoreanische Samsung-Gruppe bereitet den Generationswechsel an ihrer Spitze vor und baut dazu den weit verzweigten Konzern um. Die Unternehmen Samsung Heavy Industries (Schiffsbau und Energiegewinnung auf See) und Samsung Engineering (Kraftwerksbau) teilten am Montag ihre bevorstehende Fusion mit. Dazu werde jede Aktie von Samsung Engineering in 2,36 Aktien an der Schwesterfirma umgetauscht. Die Verschmelzung soll den Angaben zufolge im Dezember abgeschlossen sein.

Das fusionierte Unternehmen soll seine Umsätze bis 2020 auf 40 Billionen Won (30 Milliarden Euro) steigern - 2013 hatten die beiden Firmen zusammen 25 Billionen Won Umsatz gemacht. Nach Bekanntgabe des Plans legten die Papiere der zwei Unternehmen an der Börse in Seoul deutlich zu.

Die Zusammenlegung ist Teil des Konzernumbaus, mit dem Samsung die Ablösung des Patriarchen Lee Kun Hee durch seinen Sohn Jay Y. Lee vorbereitet. Lee Senior, Vorstandschef der Samsung-Gruppe, ist über 70 und liegt seit Mai mit Herz- und Atemwegsproblemen im Krankenhaus. Sein Sohn ist Vizechef von Samsung Electronics - der Handy- und Tablethersteller sorgt für mehr als die Hälfte der Umsätze und Gewinne der Gruppe. Damit Lee Junior die Erbschaftssteuer bezahlen kann, die Schätzungen zufolge mehrere Milliarden Dollar betragen wird, bereitet Samsung derzeit auch Börsengänge für zwei weitere Unternehmensteile vor.

Samsung ist der größte Konzern Südkoreas. Die Gruppe ist als komplexes Netz von untereinander verbundenen Einzelfirmen organisiert. Seit einiger Zeit erhöht die südkoreanische Regierung den Druck auf den Konzern, seine Struktur transparenter zu machen. Gegründet wurde Samsung (drei Sterne) im Jahr 1938 von dem wohlhabenden Großgrundbesitzer Lee Byung Chull, dem Vater des aktuellen Konzernchefs.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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