„Fusion unter Gleichen“
Baumaschinenhersteller Wacker und Neuson fusionieren

Die beiden Familienunternehmern Wacker Construction und Neuson Kramer Baumaschinen schließen sich zusammen. Damit entsteht ein weltweiter Anbieter von Anbieter von Baugeräten und kompakten Baumaschinen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 1,6 Mrd. Euro.

HB FRANKFURT. Wacker will den Zusammenschluss durch die Ausgabe von rund 19,1 Mio neuer Aktien vollziehen. Für die Sacheinlage von Neuson Kramer erhalten die Hauptaktionäre im Tausch gegen ihre Anteile 16,7 Mio neuer Aktien. Darüber hinaus sind für die Übertragung der Mehrheitsanteile weitere 4,3 Mio Papiere aus eigenen Beständen von Wacker vorgesehen. In einem weiteren Schritt sollen dann auch die Minderheitsaktionäre gegen Ausgabe von 2,4 Mio Aktien aus einer weiteren Sachkapitalerhöhung ihre Titel einbringen. Die Einwilligung der Minderheitsgesellschafter ist an einen positiven Bescheid über beantragte Finanzamtsauskünfte gekoppelt.

Man könne durchaus von einer Fusion unter Gleichen sprechen, sagte ein Analyst, der ungenannt bleiben wollte. Er verweist auf eine gewisse personelle Kontinuität in den Gremien des fusionierten Unternehmens. Außerdem kooperierten beide Gesellschaften schon sehr lange miteinander, so der Beobachter weiter. Am zusammengeschlossenen Unternehmen halten sowohl die Familie Wacker als auch Neuson Kramer künftig rund ein Drittel. Trotz der noch ausstehenden Zusage der Minderheitsaktionäre sei „die Sache eigentlich durch.“

Die notwendigen Sachkapitalerhöhungen, zu der der Wacker-Vorstand in der Hauptversammlung am 13. April 2007 ermächtigt worden war, wurden am Montag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. „Mit den hochwertigen Produkten beider Unternehmen wollen wir insbesondere im Geschäftsbereich Kompakt-Baumaschinen neue Marktpotenziale im Bauhauptgewerbe und im Garten- und Landschaftsbau in Europa, den USA und in Asien nutzen“, sagten Wacker-Vorstandsvorsitzender Georg Sick und dessen Pendant bei Neuson Kramer, Hans Neunteufel, in einer gemeinsamen Erklärung. Große Synergien ergäben sich aus der Nutzung des weltweiten Vertriebs- und Servicenetzes sowie im Mietgeschäft von Wacker, teilte das Unternehmen weiter mit.

Die Gesellschafter von Neuson Kramer erhalten keine Barkomponente von Wacker. Allerdings sei an die Aktionäre im Rahmen des Zusammenschlusses in den letzten Tagen eine Sonderdividende aus dem Vermögen der Neuson Kramer von 18 Mio EUR ausgeschüttet worden, so ein Sprecher von Wacker. Dies sei aber bereits vor einigen Wochen beschlossen worden. Mit der Sonderdividende soll die positive Geschäftsentwicklung von Neuson Kramer im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres honoriert werden.

Die österreichische Baumaschinenhersteller hat in den ersten sechs Monaten den Konzernumsatz um 30,4% auf 181,2 Mio Euro gesteigert. Das Ebitda wuchs um 39% auf 36,8 Mio Euro, parallel legte das Ebit um 40,2% auf 34,8 Mio Euro zu. Der Konzernüberschuss kletterte auf 23,6 (Vorjahr: 17,6) Mio Euro. Wacker Construction verlieren bis gegen 11.46 Uhr 3,9% auf 22,25 Euro.

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