Fusion von BAE/EADS
„Es sind noch viele Fragen offen“

Bis zum 10. Oktober soll die Entscheidung über die Fusion der Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne EADS und BAE fallen. Doch in Berlin beklagen Parlamentarier, dass die Frist zu kurz gesetzt sei. Die Firmen sind ungeduldig.
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BerlinDer EADS-Konzern dringt auf eine baldige Entscheidung der Politik zu seinen Fusionsplänen mit der britischen BAE Systems. Wir setzen unsere konstruktiven Gespräche fort und hoffen, dass es zu einem raschen Einvernehmen kommt“, sagte ein EADS-Sprecher am Donnerstag. „Die Fakten liegen auf dem Tisch.“

In der Bundesregierung fehlt aber noch eine einheitliche Haltung zu dem Vorhaben. Es geht vor allem um sicherheits-, industrie- und beschäftigungspolitische Aspekte. Neben positiven Stimmen zu den ökonomischen Argumenten für die Fusion gibt es in der Koalition Vorbehalte. Auch der Deutsche Bundestag wird sich mit dem Thema befassen. In der nächsten Woche soll das Wirtschaftsministerium den Wirtschaftssausschuss zum Sachstand informieren, wie aus der Tagesordnung hervorgeht.

Die Vize-Fraktionschefin der Grünen, Kerstin Andreae, forderte wie zuvor schon ihr SPD-Kollege Hubertus Heil, Wirtschaftsminister Philipp Rösler müsse im Wirtschaftsausschuss des Parlaments Klarheit über die Position der Bundesregierung schaffen. „Es sind noch viele Fragen offen“, beklagte sie. Informationsbedarf sieht sie beispielweise bei der Frage, ob die bestehende Frist - bis zum 10. Oktober - ausreicht, um die vielschichtigen Aspekte der Fusion abzuklären.

Auch über die Frage des deutschen Staatseinflusses in einem fusionierten Unternehmen müsse gesprochen werden. Andreae forderte darüber hinaus die langfristige Sicherung der EADS-Arbeitsplätze in Deutschland, insbesondere im zivilen Flugzeugbau.

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