Fusion von Eon und Endesa
Spanische Acciona bezieht Stellung

Der spanische Mischkonzern Acciona hat seinen Anteil an Endesa weiter erhöht und öffentlich sein Missfallen über die geplante Übernahme des heimischen Versorgers durch die deutsche Eon geäußert.

HB MADRID. Es sei nach Ansicht von Acconia „absolut negativ“, sollte Endesa zu einer Tochtergesellschaft der deutschen Eon-Gruppe werden, teilte der Konzern mit. Unmittelbar zuvor hatte Acciona seine Anteile an Endesa auf knapp 20 Prozent erhöht. Acciona ist bereits der größte Endesa-Aktionär, strebt einen Anteil von rund 25 Prozent an Spaniens größter Stromfirma und damit ein Mitspracherecht an.

Eon will Endesa für insgesamt rund 37 Milliarden Euro kaufen. Mit diesen 37 Milliarden Euro werde Endesa unterbewertet, hieß es bei Acciona weiter. Das Eon-Gebot für Endesa liegt bei 35 Euro je Aktie. Bei der Aufstockung der Acciona-Anteile an Endesa lag der Preis je Anteilsschein bei durchschnittlich 35,62 Euro. Mit dem Kauf der ersten zehn Prozent Endesa-Anteile im September hatte Acciona am Markt für Überraschung gesorgt.

Vergangene Woche erhielt Acciona nun von der spanischen Energieaufsicht CNE die Erlaubnis, den Anteil an Endesa auf 24,9 Prozent aufzustocken. Eon rechnet seinerseits damit, dass die spanische Börsenaufsicht CNMV in Kürze das Eon-Gebot freigibt. Eon hat in den USA Klage eingereicht, mit der Acciona der Kauf weiterer Endesa-Anteile verboten werden soll. Der deutsche Konzern argumentiert, dass Acciona zum Nachteil Dritter handelt, um Endesa unter spanischer Kontrolle zu behalten.

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