Fusion von Yokos und Sibneft scheint zu stocken
Chevron liebäugelt mit Yukos-Anteil

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Texaco verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über den Kauf eines 25-Prozent-Anteils an dem russischen Ölkonzern Yukos.

Reuters LONDON. Die Transaktion könnte sich auf einen Wert von bis zu 6,4 Mrd. Dollar belaufen, berichtete die „Sunday Times“ unter Berufung auf Chevron-nahe Kreise. Anstoß des Angebots sei gewesen, dass es bei der geplanten Fusion von Yukos mit seinem russischen Konkurrenten Sibneft möglicherweise Probleme gebe, hieß es weiter. Vertreter Chevrons und Yukos' waren zu einer Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ermittlungen der russischen Behörden gegen Yukos wegen eines Privatisierungsgeschäfts in den 90er Jahren haben einige Zweifel an dem Zustandekommen der Fusion mit Sibneft aufkommen lassen, obwohl beide Unternehmen erklärten, die Fusion laufe nach Plan. Politiker und Analysten haben den Vorwurf erhoben, die Schritte gegen Yukos seien politisch motiviert und richteten sich primär gegen den Konzern-Chef Michail Chodorkowski. Der Industriemagnat zählt als reichster Mann Russlands zu einflussreichen Oligarchen und gilt als Finanzier der liberalen Opposition des Landes. Zudem werden ihm politische Ambitionen nachgesagt.

Mit der Übernahme Sibnefts würde Yukos vom zweitgrößten russischen Ölkonzern zum viertgrößten nichtstaatlichen Ölkonzern der Welt mit einer Produktion so groß wie der Kuwaits aufsteigen. Chevron Texaco hatte im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn dank gestiegener Gas- und Ölpreise vervierfacht.

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