Fusionen und Übernahmen
M&A-Markt kühlt sich ab

Der Markt für Fusionen und Übernahmen wird im kommenden Jahr weltweit eine spürbare Abkühlung erleben, vor allem in den USA. Investmentbanker erwarten weniger Megadeals unter Beteiligung von Finanzinvestoren, dafür aber eine stetig wachsende Zahl kleinerer Transaktionen.

FRANKFURT. Der Abschwung werde allerdings nicht so dramatisch ausfallen wie zuletzt nach dem Platzen der Internetblase zur Jahrtausendwende, sagte Stefan Selig, Global Head of Mergers & Acquisitions (M&A) bei der Bank of America.

Das Transaktionsvolumen könne auf den Stand der Jahre 2005 beziehungsweise 2006 zurückfallen, ergänzte Selig auf einem Pressegespräch in Frankfurt. Gemessen an den Daten des Informationsdienstleisters Thomson Financial würde dies einem Rückgang um rund 25 Prozent entsprechen. Für das laufende Jahr wird das weltweite M&A-Volumen – wegen der Rekordwerte aus dem ersten Halbjahr – auf 4,4 Bill. Dollar veranschlagt, 2006 waren es 3,6 Bill. und 2005 rund 2,7 Bill. Dollar.

Im nächsten Jahr erwarten die Investmentbanker weniger Megadeals unter Beteiligung von Finanzinvestoren, dafür aber eine stetig wachsende Zahl kleinerer Transaktionen. Private-Equity-Häuser, die sich auf Milliardenübernahmen konzentriert haben, stecken derzeit in der Klemme, weil sie kaum Kredite für ihre Deals bekommen.

Jüngstes Beispiel dafür ist der Finanzinvestor Cerberus, der die Übernahme des US-Maschinenvermieters United Rentals für vier Mrd. Dollar platzen ließ. Dafür nimmt der „Höllenhund“ auch eine Vertragsstrafe von 100 Mill. Dollar in Kauf. Cerberus soll zudem die Pläne für den Kauf der britischen Bank Northern Rock aufgegeben haben. Und auch die Refinanzierung des übernommenen Autoherstellers Chrysler gestaltet sich schwierig.

Laut Thomson Financial ist der Anteil der Finanzinvestoren am M&A-Volumen regelrecht eingebrochen. Im Mai dieses Jahres lag die Quote noch bei 36 Prozent, im Oktober waren es nur noch 14 Prozent.

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