Fusionsgerüchte: Inbev und Anheuser reden über Synergien

Fusionsgerüchte
Inbev und Anheuser reden über Synergien

Der belgisch-brasilianische Braukonzern Inbev und der US-Bierproduzent Anheuser-Busch führen schon seit längerem Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit beispielsweise im Vertrieb. Dies erfuhr das Handelsblatt am Donnerstag aus Inbev-nahen Kreisen in Sao Paulo.

abu/ire SAO PAULO/DÜSSELDORF. Gerüchte, dass dabei sogar eine Fusion von Inbev und des US-Bierproduzent Anheuser-Busch herauskommen könnte, hatten am Donnerstag einen Kurssprung beider Aktien ausgelöst. Die Papiere von Anheuser-Busch stiegen an der New Yorker Börse um rund vier Prozent auf knapp 52 Dollar, Inbev-Aktien legten in Brüssel sogar zehn Prozent auf mehr als 52 Euro zu.

Auslöser für die Fusionsgerüchte, die von keinem der beteiligten Unternehmen bestätigt wurden, war ein Bericht der brasilianischen Wirtschaftszeitung „Valor Economico“. Das Blatt zitiert einen nicht näher benannten „Vertrauten“ der drei wichtigsten brasilianischen Inbev-Aktionäre. Danach soll es bereits vorbereitende Verhandlungen zwischen den US-Amerikanern und der im belgischen Leuven beheimateten Inbev geben.

Branchenexperten rechnen schon seit geraumer Zeit mit weiteren Zusammenschlüssen global tätiger Braukonzerne nach dem Vorbild der belgischen Interbrew und der brasilianischen Ambev zum Weltmarktführer Inbev im Jahr 2004. Ein mögliches Szenario ist nach Ansicht des Branchenbeobachters Germain Hansmaennel, dass sich Inbev mit einem weiteren Großkonzern wie Anheuser-Busch zusammenschließt. Denn Inbev besitzt eine starke Position auf dem südamerikanischen und europäischen Markt, während Anheuser-Busch rund 30 Prozent des nordamerikanischen Marktes kontrolliert.

Mit dem Zusammenschluss von Inbev und Anheuser-Busch entstünde ein Braugigant mit einem Jahresausstoß von fast 400 Millionen Hektolitern Bier, was einem knappen Viertel der weltweiten Bierproduktion entspricht.

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