Fusionspartner würden Konzernteile abgeben
Suez und GdF bieten Kompromiss an

Die beiden französischen Energiekonzerne Gaz de France (GdF) und Suez wollen mit der Abgabe von Firmenteilen Bedenken der EU-Kommission zu ihrer geplanten Fusion aus dem Weg räumen. Aus Teilen von Suez und GdF solle ein neuer Mitbewerber in Frankreich und Belgien geschaffen werden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Die neue Firma soll später verkauft werden.

Reuters / ali / kk / huh PARIS / BRÜSSEL. Die Europäische Kommission will nun im November über die Fusion entscheiden. Die EU-Kommission hatte zuvor Bedenken geäußert, dass durch die 72-Milliarden-Euro-Fusion der Wettbewerb im Strom- und Gasmarkt eingeschränkt werde. Die belgische Regierung zeigte sich ebenfalls besorgt.

Weiter schlagen die Unternehmen die Versteigerung von Gasvolumina vor, um kleinere Wettbewerber zum Zug kommen zu lassen. Bei der Infrastruktur (Leitungen, Vertrieb) wollen die beiden Konzerne die Suez-Tochter Fluxys aufspalten: eine Besitz-Gesellschaft, eine Tochter für das Flüssiggas-Terminal in Zeebrugge sowie eine Betreibergesellschaft. Trotzdem gab es Kritik aus Kreisen der EU-Kommission, da Suez die Kontrolle über Fluxys nur teilweise aufgeben wolle.

Die Fusion war auch in Frankreich von Gewerkschaften und Oppositionsvertretern kritisiert worden, während die Regierung die Fusion hingegen befürwortet. Das Parlament stimmt am 3. Oktober über die Privatisierung von Gaz de France ab.

Der italienische Stromversorger Enel ist „grundsätzlich interessiert“, sollte Suez-GDF Bereiche verkaufen müssen, sagte am Donnerstag Enel-Chef Fulvio Conti. Er hoffe indes, dass Suez-GdF auf Druck von Brüssel noch mehr Bereiche abtreten müsse, als bis jetzt geplant.

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