Fusionsverhandlungen
Sarkozy setzt Suez unter Druck

Erstmals schaltet sich auch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in die Fusionsverhandlungen der französischen Versorger Suez und Gaz de France (GDF) ein. Am Donnerstag hat Sarkozy Suez öffentlich aufgefordert, „eine strategische Entscheidung zu treffen“, und sich von seiner Umweltsparte zu trennen.

ali PARIS. Unter dieser Bedingung sei Sarkozy bereit, die geplante Fusion zwischen Suez und der staatlichen Gaz de France (GDF) zu unterstützen. Damit beide Konzerne fusionieren können, muss die Regierung der Privatisierung von GDF zustimmen, die eine Folge der Fusion wäre. „Es liegt nun an den (Suez-)Aktionären, eine Entscheidung zu treffen“, sagte der Staatspräsident.

Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen hatte Suez-Chef Gérard Mestrallet nicht bestätigen wollen, dass sich die Diskussionen mit dem Staat um einen Verkauf der Umweltsparte drehen. Suez hat indes immer darauf hingewiesen, ein Ausstieg aus der Umweltsparte nicht in Frage kommt.

Der französische Wasser-Versorger Veolia hat gestern sein Interesse wiederholt, bei einer Abspaltung der Umweltsparte von Suez die internationalen Wasser-Aktivitäten übernehmen zu wollen. Im Februar 2005 wollten Veolia und die italienische Enel Suez gemeinsam übernehmen.

Eine schnelle Entscheidung im Fusionspoker, der nun über 18 Monate dauert, wird indes nicht erwartet. Denn Suez und Gaz de France beantragten gestern bei der EU, die Frist zu verlängern, binnen derer die Konzerne Verkäufe tätigen müssen, welche Bedingung zur Fusionsgenehmigung sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%