Fußball-Sponsoring

Gazprom greift nach der Königsklasse

Bundesligist FC Schalke 04 läuft bereits im fünften Jahr in Gazprom-Leibchen über den Platz. Nun steigt der russische Gasriese auch als Sponsor bei der Champions League ein. So hofft der Konzern, sein Image aufzubessern.
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Chelseas Fernando Torres posiert am 19.05.2012 mit dem Champions League Pokal in München. Quelle: dpa

Chelseas Fernando Torres posiert am 19.05.2012 mit dem Champions League Pokal in München.

(Foto: dpa)

MoskauGas und Fußball sind in Russland eng miteinander verbunden. Der jüngste Beweis: Gazprom wird neuer Sponsor der Champions League. Der russische Staatskonzern wird vom Herbst an bis zum Sommer 2015 offizieller Partner der sogenannten Königsklasse im Fußball sowie des „Super Cup“ sein. Das teilte der europäische Fußballverband Uefa am Montag mit. Über die finanziellen Details wurde nichts bekannt.

„Gazprom ist nicht nur das größte Gasunternehmen der Welt, sondern auch eines der am meisten fußballbegeisterten“, erklärte Konzernchef Alexej Miller. „Ich bin überzeugt, dass sich das Ansehen von Gazprom durch diese Zusammenarbeit verbessern und unsere globale Markenidentität eine völlig neue Dimension erreichen wird.“

Der Konzern leidet in Europa seit Jahren unter einem schlechten Image. Verantwortlich ist dafür vor allem der lange währende Gasstreit mit der Ukraine, als es im Winter 2009 auch in einigen europäischen Ländern zu Engpässen kam. Seit 2007 ist Gazprom Hauptsponsor des Bundesligisten Schalke 04. Zwischenzeitlich hatte es Gerüchte gegeben, der Konzern wolle auch beim FC Bayern als Sponsor auftreten. Stattdessen wurde im Mai Franz Beckenbauer zum „Sportbotschafter“ des Verbands russischer Gasproduzenten ernannt, dessen wichtigstes Mitglied Gazprom ist. Diese Engagements sorgen oft für Kritik auch in Russland. Zuletzt wollte bei der Gazprom-Hauptversammlung ein Journalist wissen, wieso der Konzern statt für Fußball im Ausland nicht mehr für soziale Programme in Russland ausgebe.

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