Fußbodenhersteller kommt voran
Rinols Anleihegläubiger verzichten auf Zinszuschlag

Der angeschlagene Fußbodenherstellers Rinol ist bei seiner Sanierung einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Die Anleihe-Gläubiger des schwäbischen Unternehmens verzichten auf Zinszahlungen.

HB STUTTGART.

Rinol teilte am Montag nach einer Gläubigerversammlung in Renningen bei Stuttgart mit, für die 5,5-prozentige Inhaber-Teilschuldverschreibung des Unternehmens würden rückwirkend vom 16. Oktober 2004 bis zum Ende der Laufzeit am 15. Oktober 2006 keine Zinszahlungen mehr geleistet. Dies habe die Gläubigerversammlung einstimmig beschlossen und damit den Sanierungskurs des Vorstands unterstützt. Der im vergangenen Jahr bei Rinol eingestiegene US-Finanzinvestor DB/Zwirn habe neue Kredite zugesagt und erhalte dafür weitere Sicherheiten.

Rinol hatte sich mit seiner Auslandsexpansion übernommen und schreibt rote Zahlen. Das Grundkapital ist zu mehr als 50 Prozent aufgezehrt.

Die Unternehmensberater von Roland Berger hatten Rinol attestiert, dass das Unternehmen sanierbar sei. „In dem heute fertig gestellten Sanierungsgutachten hat Roland Berger die Sanierungsfähigkeit und -würdigkeit der Rinol Gruppe geprüft und unter bestimmten Voraussetzungen bestätigt“, teilte das Unternehmen mit. Zu den Bedingungen gehörte unter anderem die Zinsfreistellung der Inhaberschuldverschreibung. Damit soll die drohende Überschuldung abgewendet werden.

Rinol will die Schuldverschreibung zu einem Fünftel ihres Nennwerts zurückkaufen, die Hauptversammlung am Mittwoch soll einen Kapitalschnitt beschließen. Statt Geld solle die Anleihegläubiger neue Rinol-Aktien erhalten. DB/Zwirn hatte sich mit dem Sanierungsplan grundsätzlich einverstanden erklärt, die Sanierung soll 2006 abgeschlossen sein.

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