Gabelstapler-Hersteller
Jungheinrich brechen die Aufträge ein

Die Auftragslage war für Jungheinrich seit längerem alles andere als gut. Kein Wunder also, dass der Gabelstaplerhersteller im ersten Quartal 2009 in die roten Zahlen gerutscht ist. Die eingeleiteten Maßnahmen würden aber bereits Wirkung zeigen.

HB HAMBURG. Der Hamburger Gabelstaplerhersteller Jungheinrich ist zu Jahresbeginn von der Wirtschaftskrise voll erfasst worden und in die roten Zahlen geraten. Der Auftragseingang brach Firmenangaben zufolge um 27 Prozent ein, der Umsatz gab um 16 Prozent nach, weil die Kundschaft angesichts der Rezession sparen muss. Nur bei gebrauchten Geräten konnte der Konzern, weltweit Nummer drei hinter Kion und Toyota, leichte Zuwächse erzielen. Unter dem Strich verbuchte Jungheinrich in den ersten drei Monaten einen Verlust von 3,6 Mio. Euro. Das Minus wäre wohl noch höher ausgefallen, wenn der Konzern nicht bereits mit einem Sparpaket gegensteuern würde.

„Die bereits 2008 eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage entfalteten vor allem im letzten Berichtsmonat erste positive Wirkung. Hierdurch und durch das stabile Kundendienstgeschäft konnte ein höherer Verlust vermieden werden“, erklärte Vorstandschef Hans-Georg Frey am Donnerstag. Vor einem Jahr hatte Jungheinrich noch einen Gewinn von 18,1 Mio. Euro verbucht.

Angesichts der rasanten Talfahrt am Weltmarkt rechnet Jungheinrich nicht vor dem zweiten Halbjahr 2010 mit einer Belebung der Nachfrage. Das Unternehmen sehe sich aber gut aufgestellt, um in der Krise bestehen zu können. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich im ersten Quartal um 135 auf 10 650. Jungheinrich hat die Belegschaft bereits auch auf Entlassungen eingestimmt. Zum Umfang des geplanten Personalabbaus machte der Konzern keine Angaben. Derzeit werde darüber mit der Arbeitnehmervertretung verhandelt.

Der Vorstand bekräftigte seine Prognose, wonach Auftragseingang und Umsatz 2009 jeweils eine Größenordnung von 1,7 (Vorjahr: 2,1) Mrd. Euro erreichen sollen.Der Umfang des erwarteten Gewinnrückgangs hänge vom weiteren Verlauf der Konjunktur in den nächsten Monaten sowie den Kosten für das Sparprogramm ab.

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