Gabelstapler-Konzern
Kion zeigt sich börsenreif

Der Hersteller von Gabelstaplern hat zum Jahresbeginn seinen Nettogewinn kräftig steigern können. Damit rückt womöglich auch das Börsendebüt des Unternehmens näher. Schon vor der Sommerpause könnte es soweit sein.
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FrankfurtDer Gabelstapler-Hersteller Kion hat seine Börsenpläne mit einem Gewinnsprung zum Jahresstart untermauert. Dank Verbesserungen im operativen Geschäft und einem höheren Finanzergebnis kletterte der Nettogewinn im ersten Quartal um 73 Prozent auf 28,6 Millionen Euro, wie das Wiesbadener Unternehmen am Dienstag mitteilte. Allerdings war der Umsatz leicht rückläufig.

Insidern zufolge peilte Kion bislang sein Börsendebüt für Juni/Juli oder September/Oktober an. Der Sprung aufs Börsenparkett könnte nun eher vor der Sommerpause kommen, Ende Juni/Anfang Juli, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Zu dem Gewinnschub im Auftaktquartal trugen auch ein florierendes Service-Geschäft und Sparanstrengungen bei.

Kion-Chef Gordon Riske bekräftigte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr: Bereinigt um die 2012 verkaufte Hydraulik-Sparte will der Branchenzweite nach der japanischen Toyota Industries seinen Umsatz nach oben schrauben. Das Betriebsergebnis (Ebit) soll dabei noch stärker steigen, nach Steuern will Kion einen kleinen Gewinn ausweisen.

Die Wachstumsmärkte - vor allem China - zeigten sich zum Jahresstart weiter robust. Weltweit verkaufte die Gabelstaplerbranche im Auftaktquartal 248.000 Stapler und damit 0,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dabei ging jeder vierte Stapler nach China. Kion hielt seinen Marktanteil trotz eines gesunkenen Auftragseingangs von 38.000 (Vorjahr: 39.100) Staplern stabil bei rund 15 Prozent. Insgesamt lag der Ordereingang mit 1,15 Milliarden Euro etwas unter dem Vorjahreswert von 1,21 Milliarden Euro. Kion setzte von Januar bis März bereinigt um die verkaufte Hydrauliksparte 1,09 Milliarden Euro um - ein leichter Rückgang nach 1,10 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 2,7 Prozent auf 92,8 Millionen Euro zu.

Anfang Mai hatte Reuters aus Finanzkreisen erfahren, dass bis zu 25 Prozent der Anteile an die Börse gebracht werden sollen. Begleitet wird der IPO den Informationen zufolge von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Kion und seine Eigner, KKR und Goldman Sachs, beobachten schon seit einiger Zeit den Kapitalmarkt, um den besten Zeitpunkt für den Gang auf das Parkett zu finden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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