Gabelstaplerhersteller: Ein Rekordjahr ist Kion nicht genug

Gabelstaplerhersteller
Ein Rekordjahr ist Kion nicht genug

Kion hat im vergangenen Jahr gute Ergebnisse erzielt, daran durften auch die Anleger teilhaben. Und diese können sich wohl auch auf das kommende Jahr freuen: Der Maschinenbauer setzt seine Ziele noch einmal herauf.
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FrankfurtNach Rekordergebnissen 2014 setzt der Gabelstapler-Hersteller Kion in diesem Jahr auf neue Wachstumsimpulse aus Europa und Asien. Auftragseingang, Umsatz und Betriebsgewinn dürften leicht steigen, teilte der weltweit Branchenzweite nach Toyota am Donnerstag in Frankfurt mit. In den ersten zwei Monaten des Jahres habe der positive Auftragstrend bei Kion wie im Gesamtmarkt angehalten, sagte Finanzvorstand Thomas Toepfer.
Konzernchef Gordon Riske warnte aber vor einem immer härteren Wettbewerb am Markt. Deshalb müsse sich Kion stärker für den Konkurrenzkampf rüsten. Dabei nimmt das Wiesbadener Unternehmen vor allem Kostensteigerungen in Europa ins Visier.

Die Konjunkturerholung in Westeuropa lasse 2015 auf gute Geschäfte hoffen, weil die Kunden Nachholbedarf hätten, teilte der Jungheinrich-Rivale weiter mit. Dynamik bringe auch das Geschäft in aufstrebenden Schwellenländern wie China. Kion will zudem seine Präsenz in den USA erweitern und das Dienstleistungsgeschäft ausbauen.

Wegen der Kosten und Investitionen in das weitere Wachstum werde die operative Umsatzrendite auf dem Niveau des Vorjahres bleiben, prognostizierte Kion. 2014 war der Umsatz um vier Prozent auf 4,68 Milliarden Euro gestiegen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hatte sich um mehr als sechs auf 443 Millionen Euro verbessert. Die Gewinnmarge legte auf 9,5 Prozent von 9,3 Prozent zu.

"Ungeachtet unserer Spitzenresultate wird der Markt aber immer wettbewerbsintensiver", sagte Konzernchef Riske. Deshalb müsse Kion noch konkurrenzfähiger werden - vor allem auf seinem Heimatmarkt Europa, wo das Unternehmen dauerhaft mit den höchsten Kostensteigerungen konfrontiert sei. Kion produziert Flurförderfahrzeuge unter Marken wie Still, Linde und Fenwick. Der vor einigen Jahren vom Industriegase-Konzern Linde abgespaltene Konzern mit über 22.000 Mitarbeitern ist in mehr als 100 Ländern präsent, in Europa ist er nach eigenen Angaben Marktführer für Gabelstapler und Lagertechnik.

Der vorsichtige Ausblick verschreckte die Anleger. Die Aktie gab mehr als vier Prozent nach. Dabei will das MDax -Unternehmen seinen Aktionären für 2014 eine um 57 Prozent erhöhte Dividende von 55 Cent je Aktie zahlen. Damit schüttet die Gesellschaft 31 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner aus, nach 25 Prozent im Vorjahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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