Gabelstaplerhersteller Jungheinrich bereitet auf rote Zahlen vor

Für offene Worte sind Aktionäre auf einer Hauptversammlung immer dankbar. Allerdings hätten die offenen Worte bei Jungheinrich wohl positiver sein können. Der Hamburger Gabelstaplerhersteller schließt für 2009 einen Verlust nämlich nicht mehr aus.

HB HAMBURG. Jungheinrich schließt angesichts rückläufiger Aufträge einen Verlust im laufenden Jahr nicht aus. Im Zeitraum von Januar bis April brach der Ordereingang um 28 Prozent und der Konzernumsatz um ein Fünftel ein, wie Vorstandschef Hans-Georg Frey am Dienstag vor den Aktionären in Hamburg berichtete. Der Vorstand unternehme alles, um einen operativen Verlust zu vermeiden. „Das Gelingen der Mission können wir nicht garantieren“, schränkte Frey seinem Redemanuskript zufolge allerdings ein. Im Auftaktquartal war Jungheinrich in die roten Zahlen geraten.

In den ersten vier Monaten litt das Geschäft mit Neugeräten mit einem Umsatzrückgang um ein Drittel am stärksten unter der weltweiten Rezession, gefolgt vom Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft, das um sechs Prozent schrumpfte. Der Auftragsbestand des Neugerätegeschäfts lag Ende April mit 234 Mio. Euro um 40 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahrjahr bekräftigte Jungheinrich die Prognose, wonach Auftragseingang und Umsatz jeweils in der Größenordnung von 1,7 Mrd. Euro liegen werden, was einem Rückgang zum Vorjahr um ein Fünftel entspricht.

Der Hamburger Konzern, weltweit Nummer drei hinter Kion und Toyota, rechnet wegen der weltweit schwachen Konjunktur mit einem Rückgang des Marktvolumens für Flurförderzeuge um mindestens 30 Prozent auf 600 000 Einheiten im laufenden Jahr. Mit einer der Belebung der Nachfrage sei frühestens im zweiten Halbjahr 2010 zu rechnen, sagte Frey. Jungheinrich stemmt sich mit einem Bündel von Maßnahmen gegen die Krise. So wurde der Bau einer neuen Produktionsstätte in Bayern auf unbestimmte Zeit verschoben. Für die Werke in Norderstedt bei Hamburg und im bayerischen Moosburg gilt Kurzarbeit. Mit dem Betriebsrat verhandelt der Vorstand weiterhin über einen Arbeitsplatzabbau.

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