Gabelstaplerkonzern
Kion baut Gewinn trotz Branchenflaute aus

Die Verkaufszahlen in der Gabelstaplerbranche sind weltweit rückläufig, doch Kion schafft es trotzdem, eine satte Umsatzsteigerung in den ersten drei Quartalen zu verbuchen. Auch der bereinigte Gewinn stieg kräftig an.
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FrankfurtDer Gabelstaplerkonzern Kion stemmt sich erfolgreich gegen den Konjunkturabschwung. Trotz weltweit rückläufiger Verkaufszahlen in der Gabelstaplerbranche baute der Konzern aus Wiesbaden seinen Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um neun Prozent auf 3,4 Milliarden Euro aus. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) stieg sogar um gut ein Fünftel auf 319 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Besonders in China sowie in Ost- und Nordeuropa läuft es beim Branchenzweiten nach der japanischen Toyota Industries rund. Zudem erntet der Konzern, der mit einem Gang an die Börse liebäugelt, die Früchte seiner Sparanstrengungen. Angesichts eines stabilen Auftragseingangs ist Kion auch für die kommenden Monate zuversichtlich und peilt im Gesamtjahr mehr Umsatz und Gewinn an als 2011.

Der Einstieg des chinesischen Baumaschinenkonzerns Shandong Heavy Industries, den beide Unternehmen Ende August angekündigt haben, soll laut Kion im vierten Quartal abgeschlossen werden. Die Shandong-Tochter Weichai Power legt für das Engagement in Wiesbaden 738 Millionen Euro hin - die bislang größte Investition eines chinesischen Unternehmens in Deutschland. Sie erhält dafür 25 Prozent der Anteile am Gabelstapler-Konzern und sichert sich die Mehrheit an der Hydraulik-Sparte.

Kürzlich hatte bereits der Kion-Rivale Jungheinrich, die Nummer drei der Branche, mit steigenden Aufträgen und einem stabilen Gewinn im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Gesamtjahr geht Jungheinrich wegen des schwierigen Umfelds in Europa jedoch nur von stagnierenden Geschäften aus.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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