Gapelstapler
Jungheinrich muss tiefer stapeln

Der Gapelstaplerhersteller Jungheinrich hat einen Gewinnrückgang im dritten Quartal hinnehmen müssen. Und für die Zukunft rechnet die Firmenspitze mit einem nachlassenden Markt.

HB HAMBURG. Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich verschiebt seine Ausbaupläne. Der Bau eines weiteren Werks für Lager- und Systemfahrzeuge nahe dem bayerischen Moosburg solle zeitlich gestreckt werden, teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mit. In Bayern soll für 40 Mio. Euro ein neues Werk für Lager- und Systemfahrzeuge hochgezogen werden, weil die bisherige Produktionsstätte an gleicher Stelle an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Vor der Auftragsvergabe für den Neubau will der Vorstand abwarten, wie sich die Nachfrage entwickelt.

Auch anderen Standorten stehen Einschnitte bevor. Der Vorstand kündigte zur Anpassung der Produktionskapazitäten an die geringere Nachfrage den Abbau von Leiharbeitskräften an. Zu den Kunden von Jungheinrich gehört die Autoindustrie. Autobauer und Lieferanten leiden unter massiven Absatzrückrückgängen. Unternehmen wie Mercedes, Opel und BMW halten ihre Produktion zeitweise an, um nicht auf Halde zu produzieren.

Im dritten Quartal ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei Jungheinrich um zehn Prozent auf 29,7 Mio. Euro zurück. Der Auftragseingang stagnierte bei 531 Mio. Euro, während der Umsatz dank der noch gut gefüllten Auftragsbücher um zwölf Prozent auf 538 Mio. zulegte. Für das vierte Quartal stimmte Jungheinrich auf weiter sinkende Erträge ein. Der Vorstand gehe von einer geringeren Auslastung der Werke aus. Der Vorstand hatte bereits im August angesichts der schwächer werdenden Konjunktur, Belastungen durch die gestiegenen Rohstoffkosten, des Preisdrucks in der Branche sowie Währungsschwankungen einen operativen Gewinnrückgang für das Gesamtjahr angekündigt.

Im kommenden Jahr sei keine Besserung in Sicht. "Unter Berücksichtigung der negativen konjunkturellen Einflüsse wird sich die Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2009 weiter abschwächen", hieß es im Quartalsbericht an die Aktionäre. Wegen der Verschärfung der Finanzkrise, die die europäische Konjunktur belaste, gehe Jungheinrich von einer rückläufigen Marktentwicklung aus. Rückgänge in Westeuropa ließen sich nicht mehr ganz durch Steigerungen in Osteuropa ausgleichen.

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