Gas-Deal von BASF mit Gazprom
Das Eis taut

Mit mehreren Monaten Verspätung wollen BASF und Gazprom nun doch ihren geplanten Anteilstausch vollziehen. Die Entscheidung macht Mut: Offenbar tauen die frostigen Beziehungen zu den Russen auf. Ein Kommentar.
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Auf den ersten Blick ist die Nachricht unspektakulär. BASF und Gazprom haben sich nun doch durchgerungen, den Tausch von Anteilen zu vollziehen, den sie vor zwei Jahren vereinbart und Ende vergangenen Jahres wieder abgesagt hatten. Gazprom übernimmt das bisherige Gashandels-Joint-Venture Wingas komplett, die BASF-Tochter Wintershall darf noch mehr Gas in Sibirien fördern. Mit etwas Verspätung wird also ein Geschäft doch noch vollzogen.

Auf den zweiten Blick hat die Entscheidung aber einen hohen Symbolgehalt. Offenbar tauen die frostigen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland im Allgemeinen und zwischen Gazprom und BASF im Speziellen wieder auf. Das ist gut für die deutsche Gasversorgung und auch gut für die wichtigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russen und Deutschen.

Zur Erinnerung: Gazprom hatte Ende vergangenen Jahres den Deal platzen lassen, weil sich das Unternehmen wegen der Ukraine-Krise nicht mehr in Europa willkommen sah – und vor einer noch größeren Beteiligung am Gashandel zurückschreckte.

Zur selben Zeit sagten die Russen auch den Bau der South-Stream-Pipeline ab und verkündeten einen Strategiewechsel. Europa habe keine Priorität mehr, tönte Gazprom-Chef Miller.

Heute, neun Monate später, haben sich die Wogen offenbar geglättet und von einem Abschied aus Europa ist auch keine Rede mehr. Erst rang sich Gazprom doch noch zu einem Ausbau der Ostsee-Pipeline gemeinsam mit europäischen Partnern durch. Jetzt wird der Tausch mit BASF doch noch vollzogen.

Das ist für alle Seiten eine positive Entwicklung. Die Russen haben erkannt, dass sie nicht ohne den europäischen Absatzmarkt auskommen – und die Europäer können auf das russische Gas auch nicht verzichten.

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  • Vernunft leitet sich aus individueller Erfahrung ab, die dem Vorteil den Vorzug vor dem Nachteil gibt.

    Und hier ist der kardinale Unterschied zur Politik:
    Denn Dummschwätzer und Ignoranten setzen das individuelle Bauchgefühl mit der eigenen Vernunft gleich. Und dieses Bauchgefühl wird maßgeblich beeinflußt von der LÜGENPRESSE!
    Politiker und Journalisten brauchen nämlich i.d.R. für den Scheiß den sie verzapfen nicht zu bezahlen, im Gegensatz zur Wirtschaft!

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