Gasekonzern
Linde stärkt sein Indien-Geschäft

Schon jetzt ist Linde in Süd- und Ostasien die Nummer eins der Gasebranche. Nun baut Konzern sein Geschäft in Indien noch weiter aus. Auftraggeber ist der dort ansässige Stahlkonzern Tata Steel.
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FrankfurtDer Münchener Industriegasekonzern Linde expandiert im Wachstumsmarkt Indien. Linde beliefere künftig das neue Stahlwerk des indischen Stahlkonzerns Tata Steel im ostindischen Odisha mit Gasen, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Zu dem langfristigen Versorgungsauftrag gehöre, dass Linde dort für rund 80 Millionen Euro zwei große Luftzerlegungsanlagen baue. Jede Anlage könne 1200 Tonnen Gase am Tag produzieren, darunter Sauerstoff, Stickstoff und Argon, die für die Stahlproduktion benötigt werden. Darüber hinaus will Linde Flüssiggase für den regionalen Markt produzieren.

Tata Steel errichtet gegenwärtig in Odisha, das auch unter dem Namen Orissa bekannt ist, ein Stahlwerk, das 2014 die Produktion aufnehmen soll. Die Linde-Luftzerleger sollen dann ebenfalls an den Start gehen. Der Stahlriese will in seinem neuen Werk zunächst drei Millionen Tonnen Stahl pro Jahr herstellen und seine Produktionskapazität mittelfristig auf zwölf Millionen Tonnen jährlich erweitern.

Linde liegt in Süd- und Ostasien klar vor seinem französischen Erzrivalen Air Liquide und ist dort die Nummer Eins in der Branche. Im vergangenen Jahr steigerten die Münchener in der Region ihren Umsatz im Gasegeschäft um 13,2 Prozent. Tata Steel gehört unter den Stahlproduzenten weltweit zu den größten Kunden von Linde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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