Gasförderung: Wintershall und Total investieren mehr als eine Milliarde Euro in Argentinien

Gasförderung
Wintershall und Total investieren mehr als eine Milliarde Euro in Argentinien

Seit 1978 fördert der größte deutsche Öl- und Gasproduzent Wintershall in Argentinien Gas. Um das Geschäft auszubauen, hat sich der Konzern nun mit der französischen Total zusammengetan - und investiert kräftig.
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Buenos AiresDeutschlands größter Öl- und Gasproduzent Wintershall und die französische Total wollen mit einer Milliarden-Investitionen die Gasförderung in Argentinien ausbauen. Wie die Regierung des Landes am Donnerstag erklärte, planen die Unternehmen in den kommenden fünf Jahren hierzu insgesamt Ausgaben von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro. Vertreter von Wintershall - eine Tochter des Chemieriesen BASF - und Total hätten eine entsprechende Vereinbarung bei einem Treffen mit Präsidentin Cristina Fernandez getroffen.

Die örtliche Total-Tochter und Wintershall wollten in den kommenden Jahren jeweils rund 800 Millionen Euro in die Hand nehmen, hieß es weiter. Durch das Engagement könne die Gasproduktion in Argentinien voraussichtlich um zwölf Millionen Kubikmeter pro Tag gesteigert werden.

Wintershall und die Total-Tochter Total Austral arbeiten in zwei argentinischen Provinzen bei der Förderung von Öl und Gas zusammen. Das Volumen der Gasförderung in Argentinien war zuletzt rückläufig. Wintershall fördert seit 1978 Gas in Argentinien und ist seitdem zu einem der größten Erdgasproduzenten des Landes aufgestiegen.

Argentinien hatte im Frühjahr 2012 den argentinischen Ableger YPF des spanischen Ölkonzerns Repsol verstaatlicht. Die Begründung lautete damals, dass der Konzern nicht genug investiert habe. Repsol wiederum klagt auf Schadenersatz.

Kommentare zu "Wintershall und Total investieren mehr als eine Milliarde Euro in Argentinien"

Alle Kommentare
  • Die Rechtssicherheit ist sehr relativ. Natürlich hat Argentinien Repsol enteignet. In Russland hat man BP mit behördlichen Schikanen dazu getrieben eine Tochterfirma unter Wert zu verkaufen. Auch im Mittleren Osten steht der Mensch häufig über dem Gesetz.

    Allerdings sind auch die westlichen Staaten nicht immer Hort der Rechtssicherheit. Denken Sie an die entschädigungslose Enteignung der Kernkraftwrke in D, den Vorrang für "Erneuerbare Energien" wodurch die Kohle- und Erdgaskraftwerke so ins Hintertreffen geraten, dass dies einer Enteignung nahe kommt. Vermutlich haben sich die Versorger angesichts der starken politischen Beteiligung zu sicher gefühlt und meines Erachtens viel zu passiv agiert. Auch heute agieren diese sehr passiv und so ist es nicht unahrscheinlich wenn die D Versorger irgendwann komplett verschwinden.

    Nahezu überall auf der Welt ist es sehr kritisch wenn politische Interessen gekreuzt werden. Eine Pflege der politischen Beziehungen ist leider sehr häufig Vorraussetzung für erfolgreiche Geschäfte.

    Repsol hat, vielleicht weil sie gleichfalls spanisch sprechen die politischen Zeichen offensichtlich nicht richtig erkannt. Andere internationale Konzerne haben geschickter agiert.

    Vandale

  • Ja, ganz schön dumm von diesen sog. Managern. Die sollten lieber in Brandenburg nach Gas suchen - vielleicht lässt sich was finden.

  • Ich wäre auch vorsichtig. Haben die nicht erst ein spanisches Unternehmen enteignet? In Südamerika, außer Brasilien, herrscht die Chavez-Grippe...Besser Nordafrika stabilisiert sich. Die sind vielleicht froh, wenn man Arbeitsplätze schafft...Wobei man von den Öl- und Gas- oder allgemein Rohstoffkonzernen durchaus etwas mehr soziales Gewissen erwarten könnte.

  • ... und früher oder später werden sie von den Kommunisten enteignet. Eigentlich unverantwortlich, dass sog. Manager das ihnen anvertraute Geld in die "Bananenrepublik" Argentinien tragen ...

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