Gasgeschäft
Eon will Erdgasnetz an Macquarie verkaufen

Offenbar will Eon bereits am Mittwoch sein Erdgasnetz an die australische Investmentbank Macquarie verkaufen. Einem Zeitungsbericht zufolge bietet der Konzern 3,2 Milliarden Euro für das Netz.
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BerlinDer Energiekonzern Eon will seine Ferngasnetztochter einem Zeitungsbericht zufolge für 3,2 Milliarden Euro an ein Konsortium um die australische Investmentbank Macquarie verkaufen. Der Aufsichtsrat werde den Australiern am Mittwoch den Zuschlag erteilen, berichtete die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) vorab. Zu dem Konsortium gehören auch die Abu Dhabi Investment Authority, Kanadas British Columbia Investment Management und die Münchener Rück.

Das Blatt berichtet, der französische Versorger GDF-Suez habe drei Milliarden Euro für Open Grid Europe (OGE) geboten. E.ON wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Bis zum 9. Mai mussten die Bieter ihre Offerten für OGE, die das größte deutsche Ferngasnetz mit einer Länge von 12.000 Kilometern betreibt, abgeben. Laut mit der Angelegenheit Vertrauten wollen vier Konsortien die Eon-Tochter kaufen.

Eon-Finanzchef Marcus Schenck hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass der Verkaufsprozess in die Endphase gehe. Der Konzern würde mit der Tochter seine milliardenschweren Beteiligungsverkäufe fortsetzen. Eon-Chef Johannes Teyssen will bis Ende 2013 Beteiligungen im Volumen von rund 15 Milliarden Euro abstoßen, mehr als neun Milliarden hat er bereits erreicht. Open Grid Europe hat seinen Hauptsitz in Essen und beschäftigt 1600 Mitarbeiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gasgeschäft: Eon will Erdgasnetz an Macquarie verkaufen"

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  • Das ist definitiv ein "Out of Bundesald" Einsatz!

    http://thumb4.ftd.de/articleImage/Image/2012/05/16/wegraeumen.560x315.jpg

  • Jetzt sollte man aber vorher mal überprüfen in welchem Umfang öffentliche Gelder für den AUfbau involviert waren und wenn es in Form von Grund und Boden, etc. war. Man denke an die Wasserversorger. Wenn irgendwo öffentliches Geld zum Aufbau dieser Netze geflossen ist, dann mit Zins und Zinseszins zurückfordern.

  • Das klingt, als ob die Open Grid Europe und die Thyssengas demnächst enger zusammenrücken.

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